New York - Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton (68) hat eine New Yorker Gedenkfeier zu den Anschlägen vom 11. September 2001 wegen Unwohlsein vorzeitig verlassen.

Sie habe sich „überhitzt“ gefühlt und daher nach eineinhalb Stunden die Wohnung ihrer Tochter Chelsea in der Stadt aufgesucht, teilte ihr Wahlkampflager dem Sender CNN zufolge mit. Clinton fühle sich mittlerweile „viel besser“.

Tatsächlich verließ Clinton das Apartment schon wenig später wieder - winkend und lächelnd. Äußerungen machte sie aber nicht. Laut BBC soll eine Lungenentzündung der Grund für das vorzeitige Verlassen der Gedenkfeier sein. Demnach wurde die Erkrankung bereits am Freitag von ihren Ärzten diagnostiziert.

Der Vorfall dürfte ihrem republikanischen Rivalen Donald Trump (70) Wasser auf die Mühlen geben. Er hat im Wahlkampf wiederholt Anspielungen gemacht, dass Clinton auch aus gesundheitlichen Gründen ungeeignet für das Präsidentenamt sei - ohne dies aber in irgendeiner Form zu belegen. Beide Kandidaten haben bisher keine offiziellen Atteste über ihren Gesundheitszustand veröffentlicht.

Schweigeminute in New York

Mit einer Schweigeminute in New York haben die USA am Sonntag der Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Bei der Zeremonie am Ground Zero, wo die Zwillingstürme des World Trade Centers standen, verlasen Angehörige und Polizisten danach die Namen der Opfer.

Um 8.46 Uhr Ortszeit (14.46 Uhr MESZ) fand die erste Gedenkminute in New York statt - um diese Uhrzeit war das erste Flugzeug in das World Trade Center gerast. Auch zu den Zeitpunkten, als ein weiteres Flugzeug in den zweiten Zwillingsturm flog sowie als die beiden Türme nacheinander einstürzten und als die Flugzeuge am Pentagon und in Pennsylvania abstürzten, sollte innegehalten werden.

US-Präsident Barack Obama wollte später mit US-Verteidigungsminister Ashton Carter eine Gedenkfeier im Pentagon besuchen und dort eine Rede halten. (dpa, afp)