Alle Informationen zum Schnee-Chaos im Liveticker:

Donnerstag, 17. Januar

Lawinengefahr geht zurück

Die Lawinengefahr in den Alpen geht langsam zurück. Auch viele bisher gesperrte Straßen konnten in Österreich nach Angaben der Lawinenwarnzentrale wieder für den Verkehr freigegeben werden. So war die wichtige Fernpass-Route zwischen Deutschland und Österreich wieder aus allen Richtungen befahrbar. Praktisch alle zwischenzeitlich von der Außenwelt abgeschnittenen Orte waren wieder auf der Straße zu erreichen. 

Lage entspannt sich weiter

Die Schneelage in Südbayern entspannt sich weiter. In einigen Gebieten kehrte fast Normalzustand ein. In anderen Bereichen hingegen waren Tausende Helfer weiter im Einsatz, sie schaufelten unter anderem Dächer frei. Wegen akuter Lawinengefahr wurde im oberbayerischen Schleching ein Ortsteil geräumt. Rund 230 Menschen verließen vorsorglich ihre Wohnungen.

Kein außergewöhnlicher Schneefall in diesem Winter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hält die starken Schneefälle im Alpenraum der vergangenen Tage zwar für ungewöhnlich, sie seien aber kein „außergewöhnliches“ Wetterereignis gewesen. Die gefallene Schneemenge im Berchtesgadener Land mit Höhen von bis zu 150 Zentimetern liege in der Wiederkehrzeit von 2 bis 15 Jahren, teilte die Behörde in Offenbach mit. Die vereinzelte Schneehöhe von bis zu zwei Metern komme alle 30 bis 50 Jahre vor.

Mittwoch, 16. Januar

Vierter Skiwanderer tot aufgefunden

Vier Tage nach einem Lawinenabgang im österreichischen Lech ist die Leiche des vierten bislang vermissten deutschen Skiwanderers gefunden worden. Im Zuge einer großangelegten Suchaktion sei der 28-Jährige tot in einer Tiefe von 2,50 Meter entdeckt worden, teilte die Landespolizeidirektion Vorarlberg am Mittwoch mit. Die Leichen der anderen drei Männer waren bereits unmittelbar nach dem Unglück vom Samstag geborgen worden.

Schon elf Lawinen-Tote in Österreich

In Österreich sind in diesem Winter nach vorläufigen Daten bisher elf Menschen in Lawinen ums Leben gekommen. Das sind für den Zeitraum vom 1. November bis Mitte Januar doppelt so viele wie im langjährigen Durchschnitt, wie das Österreichische Kuratorium für alpine Sicherheit am Dienstag auf Anfrage mitteilte. Allein in Tirol und Vorarlberg starben den Erhebungen des Kuratoriums und der Alpinpolizei zufolge acht Wintersportler unter den Schneemassen.

Seit dem 1. November verunglückten in den österreichischen Bergen insgesamt 40 Menschen tödlich

Dienstag, 15. Januar

Dachlawine erschlägt Mann in Österreich

Die tödlichen Zwischenfälle aufgrund der Schneelage in den Alpen reißen nicht ab. In St. Nikolai im österreichischen Bundesland Steiermark kam nach Angaben der Polizei am Dienstag ein 57-Jähriger beim Schneeräumen ums Leben. Er wurde von einer eineinhalb Meter hohen Schneewechte getroffen, die sich vom Dach eines unbewohnten Hauses löste. Der stark verdichtete und schwere Schnee stürzte aus zwei bis drei Metern auf den 57-Jährigen. Ein Arzt des Bundesheeres versuchte laut Polizei den Mann wiederzubeleben, aber ohne Erfolg. St. Nikolai im Sölktal gehört zu den Gemeinden, die wegen der Lawinengefahr nicht auf der Straße erreichbar sind.

24-Jähriger stirbt durch Lawine

Der 24-Jährige aus Tschechien war mit seinem Vater am Ankogel in Kärnten auf einem Forstweg abseits der gesicherten Pisten unterwegs, als er von einer Lawine mitgerissen wurde. Beide waren gut ausgerüstet. Ein Polizeisprecher: „Sie sind von einem Parkplatz aus über einen Forstweg aufgestiegen und trugen auch Lawinenpiepser. Beim Aufstieg hielten sie einen Abstand von etwa zehn Metern ein.“ Auf einem unbewaldeten Stück ging eine Lawine ab. Der 24-Jährige wurde 100 Meter weit mitgerissen und verschüttet.

Laut Polizei war der 24-Jährige als Skilehrer in der Region tätig, sein Vater war auf Urlaub in Kärnten.

David Hasselhoff ist eingeschneit

US-Schauspieler und Sänger David Hasselhoff (66, „Baywatch“) gehört zu den Eingeschneiten im österreichischen Urlaubsort Saalbach-Hinterglemm. „The Hoff“ postete am Montagabend ein Video, in dem er mit Bademantel, Stiefeln und Mütze durch den Schnee stapft. Dem Anschein nach überrascht über die Kälte des Schnees versucht er, sich fröstelnd zu einem Whirlpool vorzuarbeiten - zumindest im Video ohne Erfolg.

Hasselhoff ist laut „Salzburger Nachrichten“ Stammgast in Saalbach-Hinterglemm. Am Donnerstag gibt er dort ein Konzert.

41.000 Menschen von Außenwelt abgeschnitten

Am Montag waren in ganz Österreich noch mehr als 180 Straßen gesperrt. Im Bundesland Salzburg waren durch neue Straßensperren am Montagabend mehr als 41.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Ebenfalls betroffen war der bei Skitouristen beliebte Urlaubsort Saalbach-Hinterglemm.

Entspannung ist in Sicht

Viele Menschen in Bayern, Österreich und der Schweiz hoffen auf ein Ende der Schneefälle und damit eine Entspannung der Gefahrenlage. Am Dienstag sollen laut Meteorologen die Schneefälle ausklingen. Und auch in den Folgetagen droht den Prognosen zufolge kein Nachschub. „Das sieht nach nachhaltiger Entspannung aus“, sagte Thomas Wostal von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien.

Montag, 14. Januar

24-Jähriger Skiwächter stirbt durch Lawine in der Schweiz

Eine Lawine hat in den Schweizer Alpen einen jungen Mann getötet, der ein Skigebiet absichern wollte. Wie die Kantonspolizei Wallis am Montag mitteilte, konnten die Einsatzkräfte den verschütteten 24-Jährigen nur noch tot aus den Schneemassen bergen. Der Skiwächter war am Montagmorgen mit einem Kollegen im Gebiet „Crosets“ nahe der Grenze zu Frankreich unterwegs, um mit Schneesprengungen das Gebiet zu sichern.

Am Vormittag brach auf einer Höhe von 1970 Metern eine Lawine ab und riss die Männer mit. Einem der beiden Verschütteten gelang es, sich aus den Schneemassen zu befreien. Gemeinsam mit hinzugekommenen Helfern wurde der 24-Jährige mit speziellen Suchgeräten unter einer 1,40 Meter dicken Schneedecke gefunden. Jede Hilfe kam aber zu spät.

Hotel von Lawine getroffen

In dem von der Außenwelt abgeschnittenen Allgäuer Wintersportort Balderschwang ist am Montag ein Hotel von einer großen Lawine getroffen worden. Das Gebäude wurde beschädigt, Menschen aber nicht verletzt, wie das Landratsamt Oberallgäu in Sonthofen mitteilte. Die etwa hundert Hotelgäste seien anderweitig untergebracht worden. Balderschwang ist derzeit nur für Einsatzkräfte erreichbar, die etwa 1100 Bewohner und Touristen im Ort können die an der Grenze zu Österreich liegende Gemeinde nicht verlassen.

Viele Lawinenabgänge in Tirol

In Tirol sind viele teils sehr große Lawinen abgegangen. Wie der Lawinenwarndienst des österreichischen Bundeslandes am Montag mitteilte, wurde daher die höchste Lawinenwarnstufe auf weitere Regionen des Landes ausgeweitet.

„Es fiel vor allem am Karwendel mehr Schnee als erwartet“, teilten die Experten in ihrem Lagebericht am Montag mit. Aufgrund von Regen könne es im Laufe des Tages unterhalb von 1500 Metern Seehöhe vermehrt zu „Gleitschneelawinen und nassen Rutschen“ kommen.

Höchste Lawinenwarnstufe gilt in drei Bundesländern

Die höchste der fünf Lawinenwarnstufen gilt derzeit regional in drei österreichischen Bundesländern und auch in Teilen der Schweiz. Seit Sonntag fielen in Tirol 60 bis 100 Zentimeter Neuschnee, lokal laut Lawinenbericht auch mehr.

Für den Montag rechneten die Experten mit weiteren 50 Zentimetern. Das Ende der Niederschläge wird für Dienstag erwartet. 

Weltcup-Eröffnungsfeier in Ruhpolding abgesagt

Die für Dienstag geplante Eröffnungsfeier beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding ist angesichts der Wetterlage im Alpenraum abgesagt worden. „Wir hoffen alle, dass sich die Gefahrensituationen möglichst schnell bereinigen lassen. Gerade auch in den Nachbargemeinden, und dass es trotzdem möglich ist, dass wir ab Mittwoch Gastgeber für Sportler und Besucher in der Chiemgau-Arena sein können“, sagte Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler in einer am späten Sonntagabend veröffentlichten Video-Botschaft. 

Kleinere Überschwemmungen in Bayern

Nach den Regen- und Schneefällen der vergangenen Tage sind in der Nacht zu Montag mehrere Flüsse und Bäche in Bayern über die Ufer getreten. Vor allem in der Mitte und im Norden des Bundeslandes wurden teilweise Äcker und Wiesen überflutet, wie der Hochwassernachrichtendienst mitteilte. Für den oberfränkischen Landkreis Kulmbach warnte er vor Überschwemmungen in bebauten Gebieten.

Auch in Mittelfranken stellte sich die Polizei auf Überschwemmungen ein. „Das Hochwasser kommt langsam“, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen. In Niederbayern stiegen einem Polizeisprecher zufolge die Wasserstände leicht an. Straßen seien aber noch nicht überflutet worden.  

Lawinenabgänge in Bayern

Eine Lawine traf am Montagmorgen ein Hotel im Winterskiort Balderschwang, verletzt von den Schneemassen wurde nach Angaben eines Polizeisprechers niemand. Die Lawine mit einer Breite von 300 Metern drückte Fenster des Hotels ein, Schnee drang ins Gebäude ein. Einsatzkräfte waren vor Ort, konnten aber zunächst nicht mit Räumungsarbeiten beginnen. Experten mussten zuerst klären, ob sich weitere Schneebretter lösen könnten.

Für die bayerischen Alpen gilt die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Die Zufahrt zur Gemeinde Balderschwang ist wegen der Gefahr von Abgängen seit Sonntag gesperrt. Rund 1300 Menschen sitzen in dem Skiort fest. Am späten Sonntagabend hatte eine Lawine Teile der Bundesstraße 305 im Landkreis Berchtesgadener Land verschüttet. Verletzt wurde niemand, der Streckenabschnitt blieb gesperrt.  

Sonntag, 13. Januar

Zehntausende Menschen von Außenwelt abgeschnitten

Wegen des anhaltenden Schneefalls spitzt sich die Lage in Österreich zu. Nach der Sperrung weiterer Straßen sind allein im österreichischen Bundesland Salzburg insgesamt rund 17.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Wie die Behörden berichteten, wurde am Sonntagabend auch die Straße nach Obertauern wegen Lawinengefahr gesperrt. 

Auch in Tirol und in Vorarlberg waren bei Touristen beliebte Skiorte wegen der großen Neuschneemengen von der Außenwelt abgeschnitten. Bis zum Montagabend soll in vielen Regionen teilweise mehr als ein Meter Schnee fallen. Durch den heftigen Sturm sind große Verwehungen zu erwarten. Die örtlichen Lawinenkommissionen wollen am Montagfrüh erneut über die Lage beraten. Laut Vorhersage der Meteorologen wird sich ab Dienstag die Situation wieder deutlich entspannen.

Lawine verschüttet Bundesstraße in Bayern

Eine Lawine hat am späten Sonntagabend eine Bundesstraße im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land teilweise verschüttet. Es seien keine Autos begraben und keine Menschen verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin in der Nacht zu Montag. Rettungskräfte - unter anderem von der Bergwacht - waren im Einsatz. Die 15 Meter lange und fünf Meter hohe Lawine traf auf der B 305 zwischen Weißbach an der Alpenstraße und Inzell auf. Der Straßenabschnitt im Gemeindegebiet Schneizlreuth sollte zunächst bis zum Montagmittag gesperrt bleiben.

Seehofer besucht Schnee-Gebiet in Bayern

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) macht sich am Montag ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den bayerischen Alpen. Wie sein Ministerium am Sonntagabend mitteilte, will Seehofer Einsatzkräfte der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks im Berchtesgadener Land treffen. Geplant sind Gespräche unter anderem in Berchtesgaden und Neukirchen am Teisenberg. Auch ein Statement des Ministers ist geplant. Seine Kabinettskollegin und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte am Sonntag in Berchtesgaden den vom Schneechaos betroffenen Landkreisen weitere Hilfe zugesagt. 

Zwei Pistenwärter bei missglückter Lawinensprengung in Frankreich getötet 

An einer Skistation in den französischen Alpen sind zwei Pistenwärter bei dem Versuch ums Leben gekommen, eine Lawine vorsorglich zu sprengen. Sie hätten den Sprengstoff bei den Vorbereitungen versehentlich zu früh ausgelöst, teilte die Bergrettung am Sonntag mit. Demnach sollte die Lawine wie üblich am Morgen vor Öffnung der Pisten abgesprengt werden. Das Unglück ereignete sich laut Bergrettung in der Skistation Morillon im Département Haute-Savoie.

Vorläufiges Ende der andauernden Schneefälle in Sicht

Die Unwetterwarnung vor starken Schneefällen an den Alpen bleibt bestehen. Erst am Dienstag komme es zu einem vorläufigen Ende der andauerenden Niederschläge, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD am Sonntag mit. 

Am Alpenrand schneit es am Montag weiter. Aufgrund deutlich milderer Luft komme es zu einem kurzzeitigen Anstieg der Schneefallgrenze, teilte der DWD mit. Bereits im Laufe des Montags falle die Schneefallgrenze aber wieder auf 700 Meter. 

Brockenbahn stellt den Betrieb ein

Wegen heftiger Schneeverwehungen ist die Fahrt mit der Brockenbahn auf den höchsten Berg des Harzes eingestellt worden. Am Sonntagmorgen wurde entschieden, dass vorerst keine Dampfloks von Schierke zum Gipfel fahren würden, wie eine Mitarbeiterin der Harzer Schmalspurbahn (HSB) sagte.

Am Samstag war erneut ein Zug mit Fahrgästen im Schnee stecken geblieben. Dampflok und Passagiere wurden wieder ins Tal gebracht. Bereits am Dienstag kam eine Dampflok auf dem Weg zum Gipfel nicht weiter und musste tagelang freigeschaufelt werden.  

Drei Deutsche durch Lawine in Österreich getötet

In Österreich sind drei deutsche Skiwanderer bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen. Ein vierter Deutscher wird noch vermisst, wie die Polizei am Sonntag berichtete. Das Unglück ereignete sich am Samstag in Lech in Vorarlberg, wo die vier Männer zu einem Tagesausflug per Ski unterwegs waren.

Die vier Deutschen wurden von einer Lawine erfasst und verschüttet, wie die Polizei mitteilte. Die Leichen von drei Männern im Alter von 32, 36 und 56 Jahren wurden am Samstagabend gefunden. Der vierte Deutsche - ein 28-Jähriger - wird noch vermisst.

Suche nach viertem Skiwanderer abgebrochen

Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, die Suche nach dem vierten Skiwanderer sei wegen der starken Schneefälle und der Lawinengefahr abgebrochen worden. Die Lawinengefahr stand zum Unglückszeitpunkt auf Stufe drei von fünf. In anderen Gebieten Österreichs liegt sie bei vier beziehungsweise fünf. Die Alpenregion ist derzeit von außergewöhnlich starken Schneefällen betroffen. 

2000 Menschen sitzen in Bayern fest

Nach einem Lawinenabgang sitzen rund 2000 Einwohner und Touristen in dem bayerischen Wintersportort Balderschwang fest. „Der Riedbergpass ist vorsorglich gesperrt, weil auch hier Lawinengefahr herrscht“, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Damit ist die einzige Verbindung von deutscher Seite aus zum beliebten Tourismusziel im Allgäu blockiert. Zuvor war auf österreichischer Seite bei Hittisau eine Lawine abgegangen. Verletzte gab es nicht.

Die Versorgung für die in rund 1000 Meter Höhe liegenden Gemeinde ist vorerst gesichert. Die Stromleitungen sind intakt. „Eine Evakuierung ist derzeit nicht geplant“, hieß es. Wann der Ort wieder erreichbar ist, war zunächst unklar. Wegen der Schneelast auf den Bäumen und der Lawinengefahr ist das Befahren des Passes riskant. Eine Kommission mit Experten der Bergwacht und der Behörden wollte am Mittag das weitere Vorgehen beraten.

Züge nur langsam unterwegs

Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, die Suche nach dem vierten Skiwanderer sei wegen der starken Schneefälle und der Lawinengefahr abgebrochen worden. Die Lawinengefahr stand zum Unglückszeitpunkt auf Stufe drei von fünf. 

Neuschnee verschärft Lage in den Alpen

Das seit Tagen andauernde Schneechaos in den bayerischen Alpen ist noch lange nicht vorbei. Nach einer kurzen niederschlagfreien Atempause für Helfer und Anwohner schneit es seit der Nacht zum Sonntag in Katastrophenregionen am Alpenrand weiter.

Bei Plusgraden begann es am Sonntagmorgen teilweise zu tauen. Dadurch könnte der Schnee nass und schwer werden - eine zusätzliche Belastung für die Dächer von Wohnhäusern und Gebäuden.

Der Neuschnee führte in der Nacht zum Sonntag in Niederbayern zu zahlreichen Unfällen und Straßensperrungen, Polizei und Feuerwehr verzeichneten deswegen mehr als 150 Einsätze. Wie die Polizei mitteilte, gab es bis zum Morgen 24 Unfälle.  

Samstag, 12. Januar

Wetterdienst gibt „extreme Unwetterwarnung“ heraus

Der Süden Bayerns wappnet sich für weitere starke Schneefälle. Ministerpräsident Markus Söder kündigte am Samstag die Entsendung von 500 zusätzlichen Einsatzkräften in die betroffenen Regionen an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für einige Hochlagen in den Alpen in den kommenden Tagen bis zu einem Meter Neuschnee - und gab für diese eine „extreme Unwetterwarnung“ heraus.

Den Meteorologen zufolge droht dem Süden eine heikle Unwetterlage, die durch gleich drei Faktoren verschärft wird: Demnach führt zum Einen milde Luft dazu, dass bis in höhere Lagen große Regenmengen in die Schneedecke fallen. „Der Schnee wird durch den Regen natürlich sehr nass und schwer, sodass insbesondere in den Alpen eine sehr starke Schneebruchgefahr besteht, Häuser können eventuell der Schneelast nicht mehr standhalten“, erklärte Magdalena Bertelmann vom DWD in Offenbach.

Eine weitere Unwettergefahr besteht demnach durch Sturm, der auf den Berggipfeln in Orkanstärke bläst und oberhalb von etwa 800 Metern zu starken Schneeverwehungen führen kann. Hinzu kommt ein dritter kritischer Punkt - die Schneemengen selbst. Der DWD erwartet von Samstagabend bis in den Dienstag hinein oberhalb von tausend Metern bis zu einem Meter Neuschnee. In sogenannten Staulagen seien 1,50 Meter Neuschnee möglich. Deshalb sei für diesen Bereich eine sehr seltene extreme Unwetterwarnung herausgegeben worden. 

Bergrettung wird von Geretteten beschimpft

In Österreich ist es zu einem unangenehmen Zwischenfall gekommen, wie das Portal wetter.at berichtet. Im Tiroler Zillertal waren mehrere Skifahrer in eine Notsituation geraten – allerdings durch eigenes Verschulden, da sie abseits der Pisten fuhren. 15 Mann der Bergrettung rückten demnach insgesamt aus. Zwei Salzburgern, die feststeckten,  ging die Rettung allerdings nicht schnell genug, sie riefen ständig bei den Helfern an, die mehrere Einsätze gleichzeitig koordinieren mussten. Auf die Frage, warum die Skifahrer sich überhaupt ins freie Gelände begeben hätten, wurden die Retter wüst beschimpft und beleidigt. Der Ortsstellenleiter der Bergrettung berichtet verärgert von diesem Erlebnis.

Ermittlungen gegen 60 Lkw-Fahrer

Nach dem 50 Kilometer langen Stau auf der Autobahn 9 bei Hermsdorf in Thüringen am Mittwoch ermittelt die Polizei gegen 60 Lastwagenfahrer. Die Fahrer hätten entweder die Rettungsgasse nicht eingehalten oder seien auf der linken Fahrspur gefahren, wie die Autobahnpolizei mitteilt. Ein Beamter hatte von allen Lastern Beweisfotos gemacht, diese werden nun ausgewertet.

Die betroffenen Fahrer müssen mit einem Bußgeld von mehr als 100 Euro rechnen und bekommen eventuell Punkte in Flensburg. Zu den Verkehrsbehinderungen auf der A9 war es am Mittwoch gekommen, weil Dutzende Lastwagen an einer Steigung ins Rutschen geraten waren und danach quer gestanden hatten. Der Verkehr staute sich vorübergehend von der bayerisch-thüringischen Landesgrenze in Richtung Berlin bis südlich von Hermsdorf. Lastwagen-Fahrern ist es bei Schnee und Glätte verboten auf der linken Spur zu fahren. Wenn es keine winterlichen Verhältnisse gibt, dürfen sie nur auf die linke Spur, wenn sie eine wesentlich höhere Geschwindigkeit haben, als der Fahrer auf der Mittelspur. Dadurch sollen sogenannte „Elefantenrennen“ verhindert werden. 

Neuer Schnee soll am Samstag kommen

Die Helfer im südlichen Oberbayern rechnen mit neuen heftigen Schneefällen ab Samstagabend. Der Katastrophenfall gilt bereits in fünf Landkreisen.

Söder besucht Helfer

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verschafft sich am Samstag ein Bild von der Lage in den vom Schneechaos betroffenen Gebieten. Er nimmt am Vormittag an einer Besprechung der Einsatzkräfte in Bad Tölz teil, um sich über die Arbeit der Hilfsorganisationen zu informieren. 

Freitag, 11. Januar

Schüler mit Helikopter gerettet

In Österreich holt das Bundesheer eine große Schülergruppe aus dem Ruhrgebiet mit zwei Hubschraubern von einer Alm. Die 66 Deutschen werden vom Hochberghaus am Kasberg in Grünau, Bezirk Gmunden, ausgeflogen, wie wetter.at meldet. Die Teenager aus Dortmund waren auf Skifreizeit und saßen fest. Sie hatten weder Handys noch TV, Strom kam nur aus Notaggregaten. Nach sechs Tagen wurden Kinder und Lehrer mit Bundesheerhubschraubern ausgeflogen.

Zwei Männer sterben unter Lawine in Bulgarien

Zwei Snowboardfahrer sind in Bulgarien unter einer Lawine gestorben, die sie selbst ausgelöst haben. Sie seien am Freitagvormittag außerhalb der Skipisten im südbulgarischen Pirin-Gebirge zusammen mit zwei weiteren Männern unterwegs gewesen, berichteten bulgarische Medien. Das Unglück ereignete sich oberhalb des Skiortes Bansko. Es sei die erste Lawine in Bulgarien in diesem Winter gewesen. Skifahrer in Bulgariens Wintersportgebieten wurden bereits vor Tagen vor einer hohen Lawinengefahr gewarnt. Die tödlich Verunglückten waren den Angaben zufolge zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Fünf Jugendliche aus Serbien, die seit Freitagmittag im gleichen Skigebiet vermisst wurden, konnten hingegen gerettet werden. Die 15-Jährigen wollten zu einem Gebiet außerhalb der Pisten von Bansko, wie der Fernsehsender bTV berichtete. Ihre Rettung unterhalb des Berggipfels Todorka sei „außerordentlich riskant“ gewesen, sagte der Präsident des Bulgarischen Roten Kreuzes, Hristo Grigorow, der Nachrichtenagentur Focus in Sofia. Die Teenager würden mit Schlitten in ein Krankenhaus gebracht.

Bundeswehr schickt 350 Soldaten

Im Kampf gegen die Schneemassen im Süden Bayerns ist die Bundeswehr nach eigenen Angaben mit 350 Soldaten im Einsatz. Sie befreien Dächer von den schweren Schneemassen, versorgen Bewohner in schwer zugänglichen Orten und transportieren Helfer mit gepanzerten Kettenfahrzeugen.

300 weitere Kräfte seien in Bereitschaft versetzt worden, erklärte ein Bundeswehrsprecher am Freitag. Die Bundesregierung in Berlin erklärte, dass die Zahl der Einsatzkräfte von Bundeswehr, Technischem Hilfswerk (THW) oder Bundespolizei notfalls aufgestockt werden könne.  

Katastrophenfall in fünf Regionen in Bayern - Neuschnee in Sicht

Die heftigen Schneefälle der vergangenen Tage halten in Bayern weiter die Einsatzkräfte in Atem und neuer Schnee kündigt sich bereits an. Mehr als 1000 Helfer waren laut Behörden am Freitag in den südlichen Landkreisen von Oberbayern im Einsatz. Weitere waren auf dem Weg in die Alpenregion. Inzwischen gilt in fünf Landkreisen der Katastrophenfall. An etlichen Schulen fällt auch zu Beginn der neuen Woche der Unterricht aus.

Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen rief am Freitagvormittag den Katastrophenalarm aus. Die Behörde übernehme die Koordination der Hilfs- und Rettungseinsätze. Für die oberbayerischen Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Traunstein und Teile des Berchtesgadener Lands galt bereits der Katastrophenalarm.

Wegen verschneiter Gleise blieb der Regionalverkehr vielerorts eingestellt. Nach Angaben eines Bahnsprechers fallen auch in den kommenden Tagen zahlreiche Züge aus. Am Münchner Flughafen wurden am Freitag wetterbedingt 90 Flüge gestrichen. Für mehrere Stunden saßen Auto- und Lastwagenfahrer in der Nacht zum Freitag auf der Autobahn 8 fest: Schneeglätte und ein querstehender Lastwagen brachten den Verkehr am Chiemsee komplett zum Erliegen. An diesem Sonntag erwarten Meteorologen kräftigen Schneefall im Alpenraum und dem Bayerischen Wald.  

Merkel bedauert Tod eines Neunjährigen - Notfalls mehr Einsatzkräfte

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem Tod eines neunjährigen Jungen im winterlich verschneiten Bayern ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. Merkel spreche den Angehörigen ihr Beileid aus, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin.

Der Neunjährige war am Donnerstag bei München von einem Baum erschlagen worden, der unter seiner hohen Schneelast umgestürzt war. 

Zahlreiche Flüge in München und Frankfurt gestrichen

An den Flughäfen in München und Frankfurt sind wegen des winterlichen Wetters jeweils rund hundert Flüge am Freitag gestrichen worden. Weil es stärker schneien und glatt werden sollte, sei in Frankfurt etwa jede zehnte Flugverbindung annulliert worden, sagte ein Sprecher am Freitagmorgen. Insgesamt seien rund 120 Flüge betroffen.

Obwohl die Wetterlage am Morgen ruhiger als erwartet gewesen sei und der Schnee in Regen übergegangen sei, sollten die Annullierungen verschiedener Airlines für reibungslose Abläufe im Flugbetrieb sorgen, so der Sprecher weiter. Für die übrigen über den Freitag geplanten 1160 Flugverbindungen seien aber keine größeren Verzögerungen zu erwarten. Starts und Landungen seien unter Berücksichtigung witterungsbedingter Vorsichtsmaßnahmen gefahrlos möglich, sagte der Sprecher.

Schneechaos auf der A8 - Rotes Kreuz und THW versorgten Autofahrer

Zahlreiche Menschen haben in der Nacht zu Freitag über mehrere Stunden hinweg bei starkem Schneefall in ihren Fahrzeugen auf der Autobahn 8 im Landkreis Rosenheim ausharren müssen. Auf dem Streckenabschnitt zwischen Bernau am Chiemsee und Frasdorf in Richtung München kam der Verkehr wegen Schneeglätte und querstehender Lastwagen am Donnerstagabend komplett zum Erliegen. Erst in den frühen Morgenstunden konnten Pkw und Lkw nach und nach wieder anfahren, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Da der Schneefall nachgelassen habe, gebe es aktuell keine Probleme mehr. „Im Moment sieht man sogar wieder den Asphalt“, sagte ein Sprecher.

Bis sich der Stau aufgelöst hatte, seien mehrere Stunden vergangen. „Teilweise mussten wir Lkw-Fahrer aufwecken“, sagte ein Sprecher. „Das dauerte etwas, bis die ihre Lastwagen wieder in Bewegung setzen konnten.“

Sowohl das Bayerische Rote Kreuz als auch das Technische Hilfswerk waren im Einsatz, um die Autofahrer zu betreuen. Die Helfer seien den Stau abgegangen und hätten die Menschen versorgt, so ein Polizeisprecher. Das Rote Kreuz twitterte, dass unter anderem für warme Getränke gesorgt wurde. 

Donnerstag, 10. Januar

Eingeschneite Brocken-Bahn nach drei Tagen ausgebuddelt

Die Harzer Schmalspurbahn (HSB) hat den dritten Tag in Folge daran gearbeitet, einen eingeschneiten Zug zu bergen. Die Dampflok und ein verbliebener Waggon konnten am Donnerstag aus den Schneemassen ausgebuddelt werden, wie HSB-Sprecher Dirk Bahnsen am Abend sagte. Der Wagen wurde am Nachmittag ins Tal gezogen, die Lok sollte im Laufe des Abends von einer anderen Zugmaschine ins Schlepptau genommen und in Schrittgeschwindigkeit weggezogen werden.

Der Zug hatte sich am Dienstag kurz vor dem Brocken-Bahnhof in einer Schneewehe festgefahren. Dutzende Fahrgäste mussten stundenlang ausharren. Am Mittwoch wurden bei starkem Wind und Schneefall bereits zwei der drei bis zum Dach eingeschneiten Waggons ausgegraben. Die Bergungsarbeiten waren aufwendig und anstrengend. „Man darf nicht vergessen, dass da Schneeberge liegen, die alle mit reiner Muskelkraft weggeschaufelt werden müssen“, so Bahnsen. 

Junge von umstürzendem Baum erschlagen

Ein neunjähriger Junge ist in Aying im Landkreis München von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war der Baum unter der hohen Schneelast zusammengebrochen. 20 Minuten später entdeckten Zeugen das darunter begrabene Kind und alarmierten die Rettungskräfte. Diese versuchten rund eine Stunde lang vergeblich, das Kind wiederzubeleben. 

Zugverkehr in Sachsen teilweise eingestellt

Der Wintereinbruch hat den Zugverkehr im Vogtland und in Ostsachsen teilweise zum Erliegen gebracht. Wie die Länderbahn am Donnerstag mitteilte, geht auf einigen Strecken wegen umgestürzter Bäume und Schneeverwehungen nichts mehr. 

54 Jahre alte Frau stirbt im Schneestau

Auf der Autobahn 8 stirbt eine 54 Jahre alte Frau während eines Staus in ihrem Auto. Die Frau habe sich bei Dornstadt allein im Fahrzeug befunden, teilt das Polizeipräsidium Ulm am Donnerstag mit. Zur Todesursache macht die Polizei keine Angaben, ein Fremdverschulden sei auszuschließen.

Vom späten Mittwochabend bis zum Donnerstagvormittag staute sich der Verkehr für Stunden auf der A8. Mehrere Lastwagen blieben auf der schneebedeckten Fahrbahn liegen und konnten nicht weiterfahren, dies führte zu Staus von 35 Kilometern Länge. Rettungsdienste versorgten die Autofahrer mit Decken und warmen Getränken.

Wintersportler bleiben abseits der Piste stecken

Neun Wintersportler fahren bei Zell am See in Österreich ins Gelände abseits der Skipisten und bleiben schließlich in einem Graben stecken. Zwölf Bergretter können die Skifahrer aus Polen, Ungarn, Russland und der Ukraine trotz der großen Lawinengefahr erreichen und sie ins Tal begleiten. Die Gruppe hatte sich laut Alpinpolizei am Mittwochnachmittag zum Teil unabhängig voneinander in das tief verschneite Gebiet gewagt. Alpinpolizei und Bergrettung raten erneut dringend davon ab, derzeit den gesicherten Skiraum zu verlassen.

Dramatische Lage in Niederösterreich

In Hohentauern in der Steiermark sind nach Bericht von wetter.at rund 2.000 Menschen eingeschlossen. Seit Neujahr fielen offenbar vier Meter Schnee, halb so viel wie sonst in einem ganzen Winter. „Bleibt es so, gehen in den nächsten Tagen die Vorräte zur Neige“, sagt der Bürgermeister.

Schulfrei in vielen Orten

Für viele Kinder vor allem in Oberbayern bedeutet die weiße Pracht schulfrei. Immer mehr Landkreise lassen aus Sicherheitsgründen den Unterricht ausfallen - manchmal flächendeckend, manchmal nur in einzelnen Schulen. 

Weiter hohe Lawinengefahr

In Südbayern sind die Siedlung Buchenhöhe in Berchtesgaden und die Gemeinde Jachenau wegen Schnees weitgehend abgeschnitten, aber mit Lebensmitteln ausreichend versorgt. Auch für Donnerstag gilt im Alpenraum die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Der Schneefall soll aber nachlassen, die Lawinensituation dürfte sich dann etwas entspannen in den nächsten Tagen.

Mittwoch, 9. Januar

16-Jähriger stirbt in St. Anton

Vor den Augen seiner Eltern und seines Bruders wird ein 16-Jähriger Deutsch-Australier beim Skifahren von einer Lawine verschüttet  und kommt ums Leben. Die Familie war in St. Anton am Arlberg abseits der Pisten unterwegs und am späten Nachmittag in sehr steilem Gelände nicht weitergekommen. Der 16-Jährige setzt einen Notruf ab. Während die Retter unterwegs sind, um die Familie zu bergen, erfasst ihn eine Lawine. Der Junge wird zwar nach 20 Minuten geborgen, kann jedoch nicht reanimiert werden.
Die Familie war ohne Notfallausrüstung wie Schaufel oder Lawinensuchgerät unterwegs.  

Sechs deutsche Schüler überleben Lawine

Sechs Schüler aus Halle (Saale) werden in Österreich von einer Lawine erfasst und zum Teil verschüttet. Alle überleben den Vorfall nahezu unverletzt. Die Schneebrettlawine löste sich im Bereich des Skigebiets Wildkogel unterhalb der Bergstation. Die Ausläufer der Lawine erfassten die Schüler an einer Skiwegquerung.

Zwei der Jugendlichen (16 und 17) werden dabei ganz, zwei (beide 17) zum Teil verschüttet. Zwei weitere (16 und 17) werden von der Lawine erfasst, jedoch nicht verschüttet. Die 29 Jahre alte Lehrerin und eine weitere Schülerin haben Glück und kommen mit der Lawine nicht in Kontakt.

Bahn-Mitarbeiter retten Gams

Mitarbeiter der Österreichischen Bundesbahn retten einer Gams das Leben. Das Tier war im Nationalpark Gesäuse in der Steiermark neben den Gleisen fast komplett im Schnee eingesunken. Mit Schaufeln graben die Männer das hilflose Tier aus, das anschließend offenbar unverletzt das Weite sucht.

Bus rutscht in Graben

In Saaldorf-Surheim an der österreichischen Grenze werden bei einem Schulbusunfall auf nasser Straße 21 Kinder leicht verletzt. Der Bus mit 43 Schülern zwischen 12 und 15 Jahren prallt gegen einen Baumstumpf. Nach Angaben der Polizei werden die Insassen durch den plötzlichen Aufprall von ihren Sitzen gerissen. Viele erleiden Prellungen und Abschürfungen. Der 53-jährige Busfahrer wird schwer verletzt.

Es schneit weiter

Auch in der Nacht zu Mittwoch fallen die Flocken weiter. Aufgrund der Lawinen- und Schneebruchgefahr müssen die Behörden in Österreich zahlreiche Bundes- und Landesstraßen sperren. Weitere Orte sind nicht mehr erreichbar, darunter auch das bei Touristen beliebte Obertauern im Bundesland Salzburg sowie Galtür. Die Inntalautobahn (A12) ist aufgrund eines umgestürzten Baumes in Richtung Innsbruck für etwa eine Stunde gesperrt. Auch vier Bahnverbindungen waren unterbrochen. 

Dienstag. 8. Januar

Lehrer stirbt vor den Augen seiner Schüler

Im Beisein seiner Schüler stirbt ein 62 Jahre alter Lehrer nach einem Skiunfall auf der Mariazeller Bürgeralpe in Österreich. Der Mann verlor bei der Abfahrt einen Ski und stürzte über den Pistenrand in einen steil abfallenden Wald. Dort blieb er im lockeren und metertiefen Schnee kopfüber stecken. Die nachkommenden neun Schüler konnten dem Mann aufgrund der Schneemassen nicht helfen. (dpa, afp, red)