+++19:30 Uhr: Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen bei dem Spiel von Paris St. Germain+++

Paris St. Germain sein erstes Heimspiel nach den Terroranschlägen in der französischen Hauptstadt souverän gewonnen und die Tabellenführung gefestigt. Im Gedenken an die 130 Opfer der Terroranschläge vor zwei Wochen hielten Spieler beider Teams vor dem Anpfiff ein großes Banner mit dem Schriftzug „Nous sommes tous Paris“ („Wir sind alle Paris“). hoch. Das Spiel im Prinzenpark-Stadion wurde von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begleitet: Polizisten patrouillierten mit Maschinenpistolen an der Arena, Fans und Medienvertreter wurden besonders gründlich durchsucht. Scharfschützen waren auf einem nahegelegenen Dach in Position gegangen.

+++ 16:47 Uhr: Islamisten in Spanien festgesetzt++

Die spanische Polizei hat am Freitag drei mutmaßliche Unterstützter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Das Madrider Innenministerium teilte am Samstag mit, zwei in Barcelona gefasste Marokkaner im Alter von 42 und 32 Jahren hätten über soziale Netzwerke junge Frauen für den IS angeworben. In Granollers bei Barcelona sei eine 24-jährige Spanierin festgenommen worden, die sich im Syrienkrieg dem IS anschließen wollte. Seit Jahresbeginn wurden in Spanien 68 mutmaßliche IS-Unterstützer inhaftiert.

+++13:32 Uhr: Frankreichs Grenzkontrollen zeigen Wirkung+++

Seit Einführung von Grenzkontrollen am 13. November haben die französischen Behörden fast 1000 Menschen wegen Sicherheitsbedenken an der Einreise gehindert. Die Kontrollen waren bereits wenige Stunden vor den Terroranschlägen in Paris mit 130 Toten mit Blick auf den am Montag beginnenden UN-Klimagipfel angelaufen. Nach den Anschlägen wurden sie deutlich verschärft.

„Seit Einführung der Grenzkontrollen wurden fast 1000 Personen wegen der Risiken, die diese Personen für die öffentliche Ordnung und die Sicherheit unseres Landes darstellen könnten, daran gehindert, das Staatsgebiet zu betreten“, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Samstag in Straßburg. Fast 15 000 Zollbeamte, Polizisten und Gendarmen seien zur Sicherung der Grenzen mobilisiert worden, sagte er dem französischen Rundfunksender France Info zufolge.

+++11:20 Uhr: Abaaoud kannte Dinslakener Dschihadisten gut+++

Terrorist Abdelhamid Abaaoud und seine Mitstreiter aus Belgien und Frankreich kannten laut „Spiegel“ die sogenannte Lohberger Brigade - eine Gruppe junger Männer aus dem Dinslakener Stadtteil Lohberg - gut. eine Gruppe junger Männer aus dem Dinslakener Stadtteil Lohberg. Die deutschen Islamisten waren 2013 nach Syrien in den Dschihad gezogen.

Bislang waren die Kontakt-Informationen der Attentäter von Paris nach Deutschland eher vage. Bekannt ist nur, dass Abaaout 2007 und 2008 jeweils ein Auto in Köln gekauft und nach Belgien überführt hat. Außerdem war er im vergangenen Jahr über den Flughafen Köln/Bonn in die Türkei gereist.

+++10:02 Uhr: Wagenknecht begrüßt Frankreichs Kurswechsel in Syrien+++

Die Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht begrüßt die französischen Überlegungen, nun doch Streitkräfte des syrischen Regimes am Kampf gegen die Terrormiliz IS zu beteiligen. „Krieg und Bomben schaffen keinen Frieden. Es wäre dennoch zu begrüßen, wenn sich Frankreich mit diesem Vorstoß zumindest von der Strategie verabschiedet, an der Seite von USA und Nato unliebsame Regime mit militärischen Mitteln zu destabilisieren und nach Möglichkeit zu stürzen“, sagte Wagenknecht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ . Eine solche Strategie habe im Irak, in Libyen und eben auch in Syrien islamistischen Terrorgruppen in die Hände gespielt.

+++09:24 Uhr: Heiko Maas gegen Verschärfung der Sicherheitsgesetze+++

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben nach den Worten von Bundesjustizminister Heiko Maas bislang keine Verbindung zwischen den Anschlägen in Paris und der Bundesrepublik nachgewiesen. „Nach derzeitigem Ermittlungsstand gibt es keinen Bezug zwischen Deutschland und den Anschlägen in Paris“, sagte Maas der „Welt am Sonntag“. Die Ermittlungsbehörden gingen aber weiter allen Hinweisen nach. Die Lage in Deutschland sei ernst, sagte Maas laut Vorabbericht. „Deutschland ist ein potenzielles Anschlagsziel.“ Daher bestehe die Notwendigkeit erhöhter Achtsamkeit; die Beobachtung sogenannter Gefährder und die Polizeipräsenz an neuralgischen Punkten seien verstärkt worden.

Forderungen nach schärferen Sicherheitsgesetzen erteilte Maas eine Absage. „An solcher reflexhaften Debatte möchte ich mich in keiner Weise beteiligen“, sagte der SPD-Politiker. In Deutschland gebe es bereits ein äußerst scharfes Terrorismusstrafrecht. „Deswegen sind wir uns in der Bundesregierung einig, dass die erst vor kurzem beschlossenen Verschärfungen konsequent angewendet werden sollen.“ Bereits jetzt liefen beim Generalbundesanwalt etwa 120 Ermittlungsverfahren gegen knapp 200 Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Konflikt in Syrien und dem Irak.