Die News vom Sonntag zum Nachlesen

+++23.36 Uhr: Erste Luftangriffe in Syrien von Flugzeugträger „Charles de Gaulle“+++

Von dem französischen Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ sind erstmals Kampfflugzeuge zu Angriffen auf die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien gestartet. Vier Rafale-Maschinen seien von dem Flugzeugträger nach Syrien geschickt worden, zwei weitere Kampfjets vom Typ Mirage 2000 seien am Montagabend aus Jordanien gestartet, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit.

Die Offensive habe Zielen in der IS-Hochburg Raka im Norden des Bürgerkriegslandes gegolten, darunter ein Kommandozentrum und ein Fuhrpark. Alle Ziele seien zerstört worden. Zunächst war nicht mitgeteilt worden, ob es sich um Aufklärungsflüge oder Luftangriffe handelte. Bislang war der einzige französische Flugzeugträger nur für Militäreinsätze im Irak genutzt worden.

+++22.34 Uhr: Verdächtiger Gegenstand als Sprengstoffgürtel identifiziert+++

Die Staatsanwaltschaft in Paris bestätigte am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur, dass der in Montrouge, einem Vorort von Paris, gefundene Gegenstand eindeutig als Sprengstoffgürtel identifiziert worden sei.

Dort in der Nähe - in Châtillon - war am Abend der Anschläge von Paris das Mobiltelefon des international gesuchten Terrorverdächtigen Salah Abdeslam geortet worden. Er ist der Bruder eines der Selbstmordattentäter von Paris.

Nach Informationen des französischen Nachrichtensenders BFMTV ähnelt der jetzt gefundene Sprengstoffgürtel denjenigen, mit denen sich am 13. November in Paris sechs Attentäter in die Luft gesprengt hatten. Der Gürtel habe neben Sprengstoff auch Metallteile enthalten.

+++21.36 Uhr: Untersuchung des verdächtigen Gegenstands in Montrouge dauert an+++

Die Untersuchung des verdächtigen Gegenstands im südlichen Pariser Vorort Montrouge dauert immer noch an. Möglicherweise könnte es sich um einen Sprengstoffgürtel handeln. Die Untersuchungen dauerten an, hieß es. Das Mobiltelefon Salah Abdeslams sei nach den Anschlägen in der Nähe des Fundortes lokalisiert worden, verlautete aus den Kreisen weiter.

+++19.59 Uhr: Sprengstoffgürtel in Pariser Mülleimer vermutet+++

In einem Vorort von Paris ist ein Gegenstand entdeckt worden, der einem Sprengstoffgürtel ähnelt. Wie ein Sprecher der Polizei am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur bestätigte, lag das verdächtige Fundstück in einem Mülleimer in der bislang nicht im Mittelpunkt der Terrorermittlungen stehenden Gemeinde Montrouge. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab. „Die Ermittlungen sind im Gange“, sagte der Sprecher.

Nach Informationen des französischen Radiosenders France Info soll der Gegenstand den Sprengstoffgürteln ähneln, mit denen sich am 13. November in Paris sechs Attentäter in die Luft gesprengt hatten. Bei den Anschlägen wurden 130 Menschen getötet. Die Gemeinde Montrouge grenzt unmittelbar südlich an Paris. Zuletzt hatte es vergangene Woche einen großen Anti-Terror-Einsatz nördlich der Hauptstadt in Saint-Denis gegeben, bei dem drei mutmaßliche Terroristen starben.

+++19.38 Uhr: Schulen und U-Bahn öffnen am Mittwoch wieder+++

Das maximale Niveau solle bis kommenden Montag gelten, allerdings sollen Schulen und die U-Bahn bereits von Mittwoch an wieder öffnen. Dies solle nach und nach geschehen, teilte Premierminister Charles Michel nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Montag mit. „Die Situation bleibt unverändert“, sagte Michel. Es bestehe immer noch eine „ernste und unmittelbare Bedrohung“.

+++19.20 Uhr: Terrorwarnstufe verlängert+++

Belgien hat die höchste Terrorwarnstufe für die Hauptstadt Brüssel erneut verlängert. Das teilte Premierminister Charles Michel nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates am Montag mit.

+++19.12 Uhr: Belgien klagt Terrorverdächtigen an+++

Ein belgischer Antiterror-Richter hat am Montag Anklage gegen einen am Vortag festgenommenen Verdächtigen wegen der Anschläge von Paris erhoben. Dies teilte das Büro des Generalstaatsanwalts am Abend in Brüssel mit. Die gemeinsam mit dem Mann festgenommenen anderen 15 Verdächtigen seien wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

+++17.56 Uhr: Medien: Weiterer Attentäter reiste über Griechenland in die EU+++

Offenbar ist ein dritter Attentäter von Paris über Griechenland in die EU eingereist. Laut „Spiegel Online“ sollen Ermittler anhand von Fingerabdrücken und einem syrischen Pass herausgefunden haben, dass ein weiterer mutmaßlicher Täter Anfang Oktober auf der griechischen Insel Leros als Flüchtling registriert wurde.

+++16.15 Uhr: Eurogruppe kommt Frankreich wohl entgegen+++

Angesichts einer zugespitzten Terrorbedrohung signalisiert die Eurogruppe ein Entgegenkommen bei erhöhten Sicherheitskosten. Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem vermied dazu aber am Montag in Brüssel Festlegungen. „Es ist zu früh, das zu sagen“, erklärte der Niederländer zu möglichen Ausnahmen für Frankreich oder Belgien.

Nach den verheerenden Anschlägen in Paris mit 130 Toten am 13. November hatte die französische Regierung mitgeteilt, dass die Schuldenobergrenze des Euro-Stabilitätspakts wegen Mehrausgaben für die innere Sicherheit zwangsläufig überschritten werde. Paris hatte sich gegenüber den Europartnern verpflichtet, 2017 wieder die Schuldengrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung einzuhalten.

+++14.45 Uhr: Frankreich fliegt erstmals Anti-IS-Einsätze vom Flugzeugträger+++

Die französischen Streitkräfte haben im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erstmals Lufteinsätze vom Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ geflogen. Das berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Montag unter Berufung auf Militärkreise. Ob die Flugzeuge zu Bombenangriffen oder Aufklärungseinsätzen starteten, war zunächst unklar.

Die „Charles de Gaulle“ war von der französischen Regierung nach den Terroranschlägen von Paris ins östliche Mittelmeer geschickt worden, um von dort aus den Kampf gegen den IS in Syrien und im Irak zu unterstützen. Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian hatte am Sonntag angekündigt, die Kampfflugzeuge würden von diesem Montag an einsatzbereit sein.

An Bord des rund 260 Meter langen Flugzeugträgers sind nach Marine-Angaben unter anderem 18 Rafale-Jagdbomber sowie acht Jagdbomber vom Typ Super Étendard. Mit ihnen erhöht sich die Zahl der französischen Kampfflugzeuge in der Region um rund das dreifache. Bislang waren lediglich je sechs Jets in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Jordanien stationiert.

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