Paris - Dramatisches Ende zweier Geiselnahmen in Paris: Mit einem Doppelschlag hat die französische Polizei die beiden Geiselnahmen beendet und übereinstimmenden Berichten zufolge die drei islamistischen Terroristen getötet. Fast zeitgleich griffen die Sicherheitskräfte in einem Ort östlich von Paris und am Rande der Hauptstadt zu und setzten der seit Mittwoch andauernden Verfolgungsjagd ein Ende.

Zunächst wurde der Unterschlupf der mutmaßlichen Attentäter des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Dammartin-en-Goële gestürmt. Die beiden Terrorverdächtigen seien getötet worden sein, bestätigten die Behörden. Die Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34) seien schießend aus der Druckerei gerannt, in der sie sich über sieben Stunden verschanzt hatten, berichtet die Agentur AFP. Die Geisel sei frei und unverletzt. Es sollen zwei Polizisten verletzt worden sein, berichtet der Sender BFMTV.

Die Polizei griff auch bei der zweiten Geiselnahme im Osten von Paris zu. Im französischen Fernsehen waren vier Explosionen zu hören. Der Geiselnehmer sei bei dem Zugriff in einem Geschäft für koschere Lebensmittel am Stadtrand getötet worden. Ebenso auch vier Geiseln. Wie die Geiseln ums Leben kamen, ist bislang aber nicht bekannt.

00.02 Uhr: Nach den islamistischen Anschlägen im Großraum Paris hat der Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) mit weiterer Gewalt in Frankreich gedroht. „Ihr werdet nicht mit Sicherheit gesegnet sein, so lange ihr Allah, seinen Verkünder und die Gläubigen bekämpft“, sagte ein ranghoher Vertreter von Aqap in einem Video, das am Freitag von dem auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierten US-Unternehmen Site veröffentlicht wurde.

Die beiden Brüder Chérif und Said Kouachi, die den Anschlag auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ verübten, sollen Verbindungen zu Aqap gehabt haben.

23.37 Uhr: Der Staatsanwalt hat sich am Abend zu Wort gemeldet und Details der Ermittlungen bekanntgegeben. Allerdings nur wenig Neuigkeiten. Fakt ist, dass inzwischen durch Fingerabdrücke zweifellos bewiesen wurde, dass es sich bei den beiden toten Geiselnehmern aus Dimmartin um die „Charlie Hebdo"-Attentäter handelt. Außerdem reklamiert inzwischen Al-Quaida die Anschläge auf das Satiremagazin.

22.56 Uhr: Beim Überfall der beiden mutmaßlichen „Charlie-Hebdo“-Attentäter auf eine Druckerei nordöstlich von Paris konnte sich ein Mann in einem Karton verstecken und per Telefon die Fahnder informieren. Die beiden Terroristen, die sich in einem anderen Teil des Industriegebäudes aufhielten, hätten den Mann nicht entdeckt, der inzwischen als Held gefeiert werde, berichtete der TV-Sender BFMTV am Freitagabend.

Der Mann habe die Polizei detailreich über die Örtlichkeit informiert. Die beiden Terroristen rannten später aus dem Gebäude und wurden von der Polizei erschossen.

21.31 Uhr: Zwischen den drei Bluttaten im Großraum Paris binnen drei Tagen gibt es offenbar einen Zusammenhang. Denn einer der mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentäter kannte laut Ermittlern den Mann, der für den Mord an der Polizistin und die Geiselnahme verantwortlich gemacht wird.

Bei den Polizeieinsätzen am Freitag wurden nach Angaben aus Ermittlerkreisen alle drei mutmaßlichen Attentäter getötet: die beiden mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentäter Chérif Kouachi und sein Bruder Said starben demnach beim Zugriff in dem Ort Dammartin-en-Goële nordöstlich von Paris. Der 32-Jährige Amedy Coulibaly, der wegen der tödlichen Schüsse auf eine Polizistin in Montrouge südlich von Paris am Donnerstag gesucht wurde und später in einem jüdischen Supermarkt an der Porte de Vincennes Geiseln nahm, starb ebenfalls bei einem Polizeieinsatz.

Flüchtig ist allerdings nach wie vor die 26-jährige Hayat Boumeddiene. Sie ist oder war Coulibalys Lebensgefährtin. Nach Angaben eines Ermittlers kannte Coulibaly den ebenfalls 32-jährigen Chérif Kouachi. Kouachi soll gemeinsam mit seinem Bruder Said am Mittwoch beim Angriff auf die Redaktionsräume von „Charlie Hebdo“ zwölf Menschen erschossen haben.

Chérif Kouachi und der Wiederholungstäter Coulibaly lernten sich vor mehreren Jahren im Gefängnis kennen. Beide sollen später an Plänen beteiligt gewesen sein, den inhaftierten Islamisten Smaïn Aït Ali Belkacem aus dem Gefängnis zu befreien. In dieser Sache wurde Coulibaly Ende 2013 zu einer Haftstrafe verurteilt, die Ermittlungen gegen Kouachi wurden dagegen eingestellt. Beide besuchten 2010 mindestens ein Mal einen weiteren bekannten Islamisten, Djamel Beghal, der zu diesem Zeitpunkt unter Hausarrest stand. Beghal wurde im Dezember in einem Berufungsverfahren zu zehn Jahren Haft verurteilt - wegen der Befreiungspläne für Belkacem.

20.50 Uhr: Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich zu den Geschehnissen der letzten Tage in Paris - und blickt auf die Lage in Deutschland: „Eines können wir den Menschen in Deutschland sagen: Wir werden alles tun dafür, der Bundesinnenminister und die gesamte Bundesregierung, dass das höchstmögliche Maß an Sicherheit in diesen schwierigen Zeiten gewährleistet wird.“

20.34 Uhr: US-Präsident Barack Obama hat erneut Solidarität mit Frankreich bekundet. Nach den dramatischen Ereignissen vom Freitag in und bei Paris betonte Obama bei einem Besuch in Knoxville (Tennessee), dass Frankreich der älteste Verbündete der USA sei. „Wir stehen heute an Eurer Seite, und wir stehen morgen an Eurer Seite“, sagte der Präsident. „Wir kämpfen zusammen mit Euch für die Werte, die wir teilen.“ Obama äußerte zugleich die Hoffnung, „dass die unmittelbare Bedrohung vorbei ist“.

20.10 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande hat die doppelte Geiselnahme durch Terroristen als „Tragödie für die Nation“ bezeichnet. In einer im Fernsehen live übertragenen Rede an die Nation sprach Hollande mit Blick auf die Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt von einem „antisemitischen Akt“. Der Staatschef lobte die Sicherheitskräfte, die die Geiselnahmen in Paris und nordöstlich der Hauptstadt professionell und effektiv beendet hätten. Er forderte die Franzosen auf, bei dem Solidaritätsmarsch für die Opfer der Terroristen am Sonntag mitzumachen und für Freiheit, Demokratie und Pluralismus einzutreten. Der Präsident fühlt sich noch immer bedroht: „Es kann immer noch Attacken gegen uns geben“.

19:48 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt ebenso wie andere europäische Spitzenpolitiker am Sonntag an dem Trauermarsch für die Opfer der islamistischen Anschläge in Paris teil. Das teilte das französische Außenministerium am Freitagabend in Paris mit. Ebenfalls zugesagt haben unter anderem der britische Premierminister David Cameron und der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi. Zu der Demonstration, zu der hunderttausende Menschen erwartet werden, haben Parteien, Gewerkschaften und Verbände in Frankreich aufgerufen. Von deutscher Seite lag zu den Plänen Merkels zunächst noch keine Bestätigung vor.

19:40 Uhr: Der „Charlie Hebdo“-Attentäter Chérif Kouachi ist nach eigenen Angaben vom Terrornetzwerk Al-Kaida im Jemen beauftragt und finanziert worden. Kouachi sagte dies am Freitag dem französischen Sender BFMTV, bevor er bei einem Einsatz von Elite-Polizisten erschossen wurde. Der Islamist Amedy Coulibaly, der in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln genommen hatte, sagte ebenfalls vor seinem Tod zu BFMTV, er gehöre zur Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat (IS) und habe sich mit den „Charlie Hebdo“-Attentätern abgestimmt.

19:27 Uhr: Die Türkisch-Islamische Union (Ditib) hat aus Anlass des Terroranschlags auf die Redaktion des Satiremagazin "Charlie Hebdo" angekündigt, am 16. Januar in ganz Deutschland Mahnwachen abzuhalten. Die Versammlungen sollen Verlagshäusern, Redaktionsgebäuden und Fernsehstudios stattfinden. "Wir lehnen es entschieden ab, dass Verbrecher während ihrer Mordtaten den Namen Allahs anrufen. Kein Muslim kann sich zur Rechtfertigung seiner Verbrechen auf den Namen Allahs berufen", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung der Ditib. Die genauen Orte sind noch offen.

19:21 Uhr: In einem Juweliergeschäft in der südfranzösischen Stadt Montpellier hat ein Mann zwei Geiseln genommen. Das berichtet unter anderem die französische Regionalzeitung „Midi Libre“ auf ihrer Internetseite. Zuvor habe der Täter den Laden überfallen, hieß es unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es bisher nicht.

19:06 Uhr: Zwischen den drei Bluttaten im Großraum Paris gibt es offenbar einen Zusammenhang. Denn einer der mutmaßlichen „Charlie Hebdo“-Attentäter kannte laut Ermittlern den Mann, der für den Mord an der Polizistin und die Geiselnahme verantwortlich gemacht wird. Der 32-Jährige Amedy Coulibaly, der wegen der tödlichen Schüsse auf eine Polizistin in Montrouge südlich von Paris am Donnerstag gesucht wurde und später in einem jüdischen Supermarkt an der Porte de Vincennes Geiseln nahm, starb bei einem Polizeieinsatz. Nach Angaben eines Ermittlers kannte Coulibaly den ebenfalls 32-jährigen Chérif Kouachi. Kouachi soll gemeinsam mit seinem Bruder Said am Mittwoch beim Angriff auf die Redaktionsräume von „Charlie Hebdo“ zwölf Menschen erschossen haben. Chérif Kouachi und der Wiederholungstäter Coulibaly lernten sich vor mehreren Jahren im Gefängnis kennen. Beide sollen später an Plänen beteiligt gewesen sein, den inhaftierten Islamisten Smaïn Aït Ali Belkacem aus dem Gefängnis zu befreien. In dieser Sache wurde Coulibaly Ende 2013 zu einer Haftstrafe verurteilt, die Ermittlungen gegen Kouachi wurden dagegen eingestellt. Beide besuchten 2010 mindestens ein Mal einen weiteren bekannten Islamisten, Djamel Beghal, der zu diesem Zeitpunkt unter Hausarrest stand. Beghal wurde im Dezember in einem Berufungsverfahren zu zehn Jahren Haft verurteilt - wegen der Befreiungspläne für Belkacem. Wegen der tödlichen Schüsse auf die Polizistin in Montrouge wird zudem die 26-jährige Hayat Boumeddiene von der Polizei gesucht. Sie ist oder war Coulibalys Lebensgefährtin.

18:31 Uhr: Nach dem Ende der beiden Geiselnahmen hat Frankreichs Präsident François Hollande eine Fernsehansprache angekündigt. Hollande will sich um 20.00 Uhr an das französische Volk richten.

18:06 Uhr: Bei der Geiselnahme in einem jüdischen Lebensmittelgeschäft in Ost-Paris sind nach Angaben aus Polizeikreisen mindestens vier Geiseln getötet worden. Die Polizei hatte den Laden am Nachmittag gestürmt, in dem sich ein schwer bewaffneter mutmaßlicher Islamist verschanzt hatte.

17.51 Uhr: Auch beim Einsatz am Supermarkt in Paris ist offenbar ein Polizist verletzt worden.

17.45 Uhr: Die Geiseln aus dem Supermarkt in Paris sind offenbar auch alle unversehrt.

17.42 Uhr: Offenbar wurden zwei Polizisten bei dem Einsatz verletzt. Das melden lokale Medien.

17.33 Uhr: Auch der Geiselnehmer in einem Geschäft für koschere Lebensmittel am Stadtrand von Paris ist tot. Das berichtet die Zeitung „Le Monde“ unter Berufung auf die Gendarmerie.

17.22 Uhr: Die Geisel ist unversehrt freigekommen.

17.20 Uhr: Die zwei mutmaßlichen Attentäter von Paris sind nach französischen Medienberichten tot. Sie wurden bei der Erstürmung ihres Verstecks nach einem Bericht von „Le Monde“ von Sicherheitskräften getötet.

17.18 Uhr: Die Polizei hat auch bei der zweiten Geiselnahme im Osten von Paris zugegriffen. Im französischen Fernsehen waren vier Explosionen zu hören. Die Polizei hat auch bei der zweiten Geiselnahme im Osten von Paris zugegriffen.

17:04 Uhr: Am Gebäude, in dem sich die mutmaßlichen Attentäter auf das Satireblatt „Charlie Hebdo“ verschanzt halten, sind Schüsse und mehrere Explosionen gehört worden. Das berichtete ein Reuters-Reporter aus Dammartin am Freitagnachmittag. Andere Nachrichtenagenturen berichten von einem Angriff der Polizei auf den Zufluchtsort.

16:39 Uhr: Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq hat sich nach dem Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ aus Paris zurückgezogen. Das bestätigte ein Sprecher seines Verlags Flammarion am Freitag in Paris. Houellebecq halte sich aber in Frankreich auf. Bisher sei nicht bekannt, für wie lang der Autor der französischen Hauptstadt fernbleiben wolle. Nach dem Anschlag auf das Satiremagazin trauere der 56-Jährige um den Tod seines Freundes Bernard Maris, der bei dem Mordanschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ getötet wurde. Houellebecq sei tief betroffen, hieß es beim Verlag. Zudem will Houellebecq seinen islamkritischen Roman „Soumission“ (Unterwerfung) vorläufig nicht mehr bewerben.

15:50 Uhr: Das französische Innenministerium weist Berichte über zwei Tote bei der Geiselnahme im Osten von Paris zurück.

14:37 Uhr: Neue Informationen zur Geiselnahme am östlichen Stadtrand: Es wird vermutet, dass der bewaffnete Mann, der am Donnerstag im Süden von Paris eine Polizistin erschossen hatte, auch für diese Tat verantwortlich ist. Er soll in einem Laden für koschere Lebensmittel fünf Menschen als Geiseln genommen haben. Unter den Geiseln sind auch Kinder. Französische Medien berichteten, er habe beim Betreten des Laden gerufen: „Ihr wisst, wer ich bin.“ Die Polizei veröffentlichte einen Fahndungsaufruf nach einem 32-jährigen Mann und einer 26-jährigen Frau, die in die Schießerei mit der Polizistin auf einer Straße im Süden von Paris verwickelt sein sollen. Es handelt sich um Amedy Coulibaly (32) und Hayat Boumeddiene (26). Die Tat hat womöglich einen Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ am Mittwoch, bei dem zwölf Menschen getötet wurden. Die Polizei gehe davon aus, dass die zwei verdächtigten Brüder den Schützen und Geiselnehmer des koscheren Geschäfts kennen. Das berichtete die Zeitschrift „Le Point“. Alle seien aus einer Gruppe von Pariser Dschihadisten.

14.20 Uhr: Bei der Geiselnahme im Osten von Paris sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen.

14.02 Uhr: Bei der Geiselnahme am östlichen Stadtrand von Paris sind mindestens fünf Menschen in der Hand eines schwer bewaffneten Mannes. Darunter sind nach Berichten französischer Medien auch Kinder.

14.00 Uhr: Am östlichen Stadtrand von Paris ist es zu einer weiteren Schießerei und einer Geiselnahme gekommen. Ein bewaffneter Mann habe in einem Geschäft für koschere Lebensmittel Menschen in seine Gewalt gebracht. Es wurde vermutet, dass der Mann, der am Donnerstag im Süden von Paris eine Polizistin erschossen hatte, in die Geiselnahme verwickelt ist. Nach Informationen französischer Medien gibt es auch einen Zusammenhang zu dem Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“. Die Polizei gehe davon aus, dass sich die gesuchten Brüder Chérif (32) und Said Kouachi (34), die die Redaktion überfallen haben sollen, den anderen Täter kennen, berichtete die Zeitschrift „Le Point“. Sie gehörten alle zu einer Gruppe von Dschihadisten.

13.19 Uhr: Die französische Polizei versucht, mit den eingekesselten Attentätern von Paris in Kontakt zu treten. Es sei vordringlich, einen Dialog mit den Terroristen herzustellen, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, am Freitag im französischen Fernsehen. Man wolle die Situation wenn möglich ohne Gewalt lösen. Die Islamisten haben sich in einer Druckerei verschanzt. Sie haben mindestens eine Geisel genommen. Brandet betonte aber, die Polizei bereite sich selbstverständlich auch auf eine Erstürmung vor, falls sich die Lage negativ zuspitze. Er ging davon aus, dass die Belagerung noch eine Weile andauere.

13.08 Uhr: Die französischen Behörden wollen drei Schulen in der Nähe der Druckerei evakuieren, in der sich die mutmaßlichen Attentäter von Paris verschanzt haben. Die Schüler würden in eine weiter entfernte Turnhalle in Dammartin-en-Goële gebracht, wo sie von ihren Eltern abgeholt würden, teilte die Stadtverwaltung am Freitag auf ihrer Internetseite mit. Die Sicherheitskräfte haben die gesuchten Attentäter in einer Druckerei eingekesselt. Die Gegend ist weiträumig abgesperrt.

12.36 Uhr: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ als Start einer größeren Terrorkampagne mit weiteren Angriffen in Europa und den USA bezeichnet. „Wir haben mit der Operation in Frankreich begonnen, für die wir die Verantwortung übernehmen“, sagte der IS-Prediger Abu Saad al-Ansari nach Angaben von Anwesenden beim Freitagsgebet in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mossul.

12.30 Uhr: Zwischen dem Fall der ermordeten Polizistin und dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ soll es einen Zusammenhang geben.

12.00 Uhr: Auch an anderen wichtigen Punkten in Frankreich, wie dem Eiffelturm in Paris, besteht eine erhöhte Sicherheitsstufe.

11.52 Uhr: Die französischen Behörden haben bestätigt, dass es vor der Geiselnahme an einer Straßensperre in der Nähe von Paris eine Schießerei mit den Attentätern gegeben hat. Bei dem Schusswechsel mit der Polizei habe es aber keine Verletzten gegeben, sagte ein Sprecher des Pariser Innenministeriums am Freitag dem Radiosender France Inter.

11.40 Uhr: Derweil ist im Fall der am Donnerstag in der Nähe von Paris ermordeten Polizistin der Täter wohl identifiziert worden.

11.34 Uhr: Die französische Gemeinde Dammartin-en-Goële hat ihre Bewohner aufgefordert, wegen des Anti-Terroreinsatzes die Häuser nicht zu verlassen. Kinder blieben in den Schulen und würden dort gesichert, hieß es am Freitag auf der Internetseite des kleinen Ortes.

11.23 Uhr: Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat betont, dass jetzt alles zum Schutz der Franzosen getan werden müsse. Die erhöhte Sicherheitsstufe im Großraum Paris und in Teilen Nordfrankreichs diene auch dazu, beruhigend zu wirken, sagte Hollande am Freitag im Innenministerium von Paris. Terrordrohungen gegen Einrichtungen im Land seien nicht neu, fügte Hollande an. „Wir wussten, dass jederzeit etwas geschehen konnte“. In der vergangenen Monaten seien mehrere Attentatspläne durchkreuzt worden.

11.05 Uhr: Laut der französischen „Le Monde“ sind die Krankenhäuser in der Region für die Aufnahme möglicher Verletzter bereit.

11.00 Uhr: Eine Geisel ist nach Medienberichten in der Hand der beiden mutmaßlichen Attentäter auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“.

10.50 Uhr: Nach der Geiselnahme hat der Flughafen Paris Charles de Gaulle die beiden Bahnen im Norden für Landungen gesperrt. Die landenden Flugzeugen werden auf die zwei Start- und Landebahnen im Süden des Flughafens verlagert. Im Norden könne weiter gestartet werden, sagte ein Sprecher des Flughafens.

10.43 Uhr: Die Geiselnahme in einer Druckerei in der Gemeinde Dammartin-en-Goële in der Nähe des Pariser Flughafens Charles de Gaulle ist noch im Gange. Unsere Karte zeigt, wo der kleine Ort nordöstlich von Paris genau liegt:

10.20 Uhr: Die Pariser Staatsanwaltschaft hat dementiert, dass es bei der Fahndung nach den Attentätern von Paris ein Todesopfer gegeben hat. Dies hatte zuvor ein Radiosender berichtet.

10.15 Uhr: Die Attentäter werden in einer Fabrikhalle vermutet. Ein Helikopter umfliegt das Gebäude.

10.05 Uhr: Bei der Fahndung nach den Attentätern hat es nach einem Radiobericht mindestens einen Toten gegeben. Mehrere Personen seien bei einem Schusswechsel verletzt worden, berichtete der Sender RTL.

09.40 Uhr: Die beiden Verdächtigen haben laut Nachrichtenagentur AFP in einer Firma nordöstlich von Paris in der Gemeinde Dammartin-en-Goële im Département Seine-et-Marne Geiseln genommen. Wie viele Geiseln es sind, ist derzeit noch unklar.

09.25 Uhr: Bei der Jagd nach den beiden Attentätern der Satire-Zeitung „Charlie Hebdo“ hat es nordöstlich von Paris am Freitag Schüsse und eine Verfolgungsjagd gegeben. Zwei Verdächtige würden auf der Nationalstraße 2 verfolgt, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die zwei Hauptverdächtigen des blutigen Anschlags mit zwölf Toten waren zuletzt in einer Region nordöstlich von Paris vermutet worden.

09.10 Uhr: Nach dem Anschlag von Paris wollen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) am 12. Februar bei einem Gipfel über den Kampf gegen den Terrorismus beraten. Dies teilte der EU-Ratsvorsitzende Donald Tusk am Freitag in der lettischen Hauptstadt Riga mit. Für den 12 und 13. Februar war bisher bereits ein informelles Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs geplant gewesen.

08.44 Uhr: Der Ausschluss der rechtsextremen Front National (FN) von einem Solidaritätsmarsch am Sonntag spaltet das politische Frankreich. FN-Chefin Marine Le Pen und die konservative UMP Nicolas Sarkozys hatten sich dagegen gewandt, dass die FN von den Organisatoren des Marsches nicht dazu eingeladen worden ist. Staatspräsident François Hollande wollte Le Pen am Freitag im Zuge seiner Konsultationen nach dem Anschlag vom Mittwoch mit zwölf Toten im Élysée-Palast empfangen. Zu dem Marsch am Sonntagnachmittag haben Parteien, Gewerkschaften und Menschenrechtsgruppen aufgerufen. Ob Hollande teilnimmt, ist offen.

07.36 Uhr: Vertreter des Christentums, des Judentums und des Islam haben nach dem Terroranschlag in Paris ein gemeinsames Manifest gegen Gewalt veröffentlicht. „Im Namen Gottes darf nicht getötet werden“, schrieben ranghohe Vertreter von katholischer und evangelischer Kirche sowie von Juden und Muslimen in ihrer Erklärung in der „Bild“-Zeitung vom Freitag. „Bibel, Tora und Koran sind Bücher der Liebe, nicht des Hasses.“ In ihrer Erklärung warnten die Religionsvertreter außerdem vor Racheakten.

06.02 Uhr: Der britische Geheimdienst MI5 die Gefahr neuer Terroranschläge auf Ziele im Westen bekräftigt. Es sei zu erwarten, dass weitere und komplexere Anschläge nach dem Muster des Terrornetzes Al-Kaida und Nachahmergruppen geplant seien, sagte MI5-Generaldirektor Andrew Parker am Donnerstag bei einem seltenen Auftritt in London. Es gebe beispielsweise Erkenntnisse, dass eine Kerngruppe von Al-Kaida-Terroristen in Syrien Anschläge gegen Ziele in westlichen Ländern mit einer Vielzahl von Opfern plane. Wegen der wachsenden Gefahr aus Syrien, die nicht allein von der Terrormiliz Islamischer Staat ausgehe, sei bereits im vergangenen Sommer die Terrorwarnstufe erhöht worden, sagte Parker.

04.48 Uhr: Der CDU-Europapolitiker Elmar Brok hat nach dem Attentat vor einem Parteienwettlauf um schärfere Sicherheitsgesetze gewarnt. „Wir müssen jetzt ein Hochschaukeln verhindern“, sagte das CDU-Vorstandsmitglied. Es dürfe jetzt nicht ein Wettlauf zwischen den Parteien entstehen, „wer ist jetzt etwas stärker mit welcher Maßnahme gegen wen. Damit laufen wir sowohl den Radikalen von Seiten des Islamismus als auch den Pegida-Leuten und diesen rechten Parteien ins offene Messer“, sagte Brok.

01.47 Uhr: SPD-Chef Sigmar Gabriel hat einem Pressebericht zufolge Parteien und Verbände zur einer gemeinsamen Großkundgebung in Berlin aufgerufen. Gabriel fordere ein „breites Bündnis“, das für ein „friedliches und demokratisches Zusammenleben in Deutschland und Europa“ demonstrieren solle, berichtete die „Bild“-Zeitung (Freitagausgabe) vorab. Sie beruft sich auf einen Brief des SPD-Vorsitzenden an demokratische Parteien, Religionsgemeinschaften, Arbeitgeber, Gewerkschaften, Sozialverbände und andere gesellschaftliche Gruppen. Die Schüsse der Attentäter in Paris hätten „nicht nur den direkten Opfern gegolten, sondern auch der Idee einer freien und offenen Gesellschaft“, wird Gabriel zitiert.

01.09 Uhr: Die beiden mutmaßlichen Attentäter von Paris standen nach Angaben aus Washington als Verdächtige auf einer Terrorliste der USA. Ein Vertreter der Ordnungskräfte sagte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, Chérif und Said Kouachi hätten „seit Jahren“ auf den Überwachungslisten des Landes gestanden. Sie seien dort als Terrorverdächtige geführt worden und ihre Namen hätten auch auf der Flugverbotsliste gestanden, sagte der Vertreter, der anonym bleiben wollte. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter, dass einer der Männer, Said Kouachi, im Jahr 2011 „ein paar Monate“ im Jemen verbrachte. Er habe in dem Land von Mitgliedern des dortigen Ablegers des Terrornetzwerks Al-Kaida unter anderem Schießtraining erhalten.