Berlin - Lammert will sich zur Zukunft des Bundestages äußern
Der Bundestagspräsident hält am Dienstag seine letzte Rede vor dem Parlament. Der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) will in seiner Abschiedsrede vor dem Bundestag auch darlegen, was er sich vom nächsten Bundestag wünscht. „Ich fühle mich nicht wirklich anders als vor anderen Sitzungen auch“, sagte er dieser Zeitung vor der letzten Sitzung unter seiner Leitung am Dienstag mit Blick auf seine Entscheidung, nicht mehr anzutreten.

„Ich habe mir das lange sorgfältig überlegt und mich zu keinem Zeitpunkt verunsichert gefühlt, dass es die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt war. Dienstag verabschiede ich mich ordentlich. Und dann ist es  gut.“ Auf die Frage, was er sich vom künftigen Parlament wünsche, antwortete Lammert: „Das trage ich morgen vor.“

Lammert wird sich wohl zur AfD äußern

Zu erwarten ist, dass er sich dabei auch zur Rolle der AfD äußert. Auf Lammerts Initiative hin war zuvor die Geschäftsordnung des Bundestages so geändert worden, dass kein AfD-Politiker Alterspräsident werden und die Eröffnungsrede halten kann.

Der 68-Jährige, der seit 2005 amtiert, bekam von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der er seit 1980 angehört, eine der Deutschland-Fahnen, die über dem Reichstag wehen. Die Fraktion hatte sie zuvor käuflich erstanden.