Berlin - Es sind deutliche Worte, die der Vorsitzende des Auswärtiges Ausschusses, Norbert Röttgen, findet. „Der türkische Präsident Erdogan setzt seinen Kurs fort, sich systematisch jeder Art von Kritikern zu entledigen“, sagte der CDU-Politiker dieser Zeitung. Und er fügte hinzu: „Dabei entfernt er sich genauso systematisch von Europa. Es zählt jetzt für ihn allein die Macht in der Türkei.“

Es sind deutliche Worte – es ist aber auch viel passiert, was ein hartes Urteil rechtfertigt. So ist gerade der Chefredakteur der wichtigsten verbliebenen türkischen Oppositionszeitung „Cumhuriyet“, Murat Sabuncu, in Istanbul festgenommen worden. Auch die Festnahme weiterer Mitarbeiter sei angeordnet worden, hieß es in Medienberichten. Angeblich soll die Leitung der Zeitungen Straftaten zugunsten der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen begangen zu haben. Die türkische Regierung beschuldigt Gülen, für den Putschversuch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan Mitte Juli verantwortlich zu sein.

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