Tokio - An der japanischen Küste sind acht Fischer aus Nordkorea angeschwemmt worden. Die Männer hätten angegeben, dass sie von Nordkorea aus zum Fischen aufs Meer gefahren und dann nach mechanischen Problemen abgetrieben worden seien, sagte ein Behördensprecher am Freitag. Die Polizei nahm die Fischer vorläufig fest.

Alljährlich treiben dutzende nordkoreanische Fischerboote nach Japan. Ende 2015 wurden 14 verwitterte Kutter mit 24 Leichen an Bord in Japan angeschwemmt oder vor der Küste entdeckt. Experten zufolge gehen nordkoreanische Fischer teilweise hohe Risiken ein und fahren mit veralteten und schlecht ausgerüsteten Booten weit aufs Meer hinaus, um staatliche Fangquoten erfüllen zu können.

Viele überlebende Fischer wollen wieder nach Nordkorea zurückkehren, andere laufen über und werden dann nach Südkorea geschickt. Die Beziehungen zwischen Japan und Nordkorea sind angespannt. Pjöngjang stößt regelmäßig Drohungen gegen Japan aus. (afp)