„Dank der Blindheit der Ermittler“ konnten sich die beiden mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos mehr als ein Jahrzehnt lang im Untergrund sicher fühlen. Das ist die zentrale These der ersten ZDF-Dokumentation zur Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds, die am Dienstag (26.06., 21.00 Uhr) ausgestrahlt wird. Staatsanwälte, Polizisten, Verfassungsschützer: Wie eine rote Linie ziehen sich deren Versäumnisse und Pannen bei den Ermittlungen zum Abtauchen des Terror-Trios und den zehn brutalen Morden durch den Film.

„Lieber Gott, haben wir eine unfähige Polizei in Deutschland, einen unfähigen Verfassungsschutz“, resümiert die Mutter von Uwe Böhnhardt. Die allerdings hatte bis 2002 die Flüchtigen mehrfach konspirativ getroffen, also auch nicht zu ihrer Ergreifung beigetragen. Hätten sie und ihr Mann von den Mordtaten gewusst, hätten sie „mit der Polizei zusammengearbeitet, um sie verhaften zu lassen“, sagt sie. „So schlimm das ist, wenn man das sagt als Mutter. Man verrät den eigenen Sohn.“

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