Es dauert noch ein paar Monate, bis der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages seine Arbeit beendet. Fest steht aber schon jetzt, dass die Sicherheitsbehörden dem Terror-Trio um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe mehr als zehn Jahre lang auch deshalb nicht auf die Spur kamen, weil sie die Täter im Umfeld der Opfer vermuteten, von denen neun bekanntlich Migranten waren. Man könnte auch sagen, Polizei und Justiz ermittelten munter ihren eigenen Klischees hinterher.

Mehmet Daimagüler, Anwalt von zwei Hinterbliebenen-Familien des NSU-Terrors, veröffentlichte nun via Facebook einen Fall, den das Landesjustizprüfungsamt in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2010 Examens-Kandidaten vorlegte. Der Fall zeigt, dass die Klischees der Ermittler womöglich nicht von ungefähr kommen.

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