Tür zu. Schon vor Beginn des 428. Verhandlungstages im Münchner NSU-Prozess ist die Presse- und Besuchertribüne voll besetzt, die Einlasskräfte müssen sogar Zuschauer abweisen. Alle wollen erleben, wie sich das von Beate Zschäpe verschmähte Pflichtverteidigertrio Anja Sturm, Wolfgang Stahl und Wolfgang Heer für die Mandantin in die Bresche springen wird – oder auch nicht. Seit Jahren reden die vier schon nicht miteinander, nachdem Zschäpe die Entpflichtung der Anwälte gefordert hatte, weil sie sich von ihnen gegängelt und ignoriert fühlte. Seitdem begegnet man sich auf der Anklagebank mit Verachtung und Ignoranz.

Die spannende Frage ist nun, ob die sogenannten Alt-Verteidiger professionell genug sein werden, sich noch einmal für Zschäpe stark zu machen, um sie vor lebenslänglicher Haft und anschließender Sicherheitsverwahrung zu bewahren. Oder werden sie die Gelegenheit zur Abrechnung mit Zschäpe und deren selbst gewählten Verteidigern Matthias Grasel und Hermann Borchert nutzen?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.