Am Tag vier des Plädoyers der Bundesanwaltschaft im Münchener NSU-Prozess am Montag standen die beiden Mitangeklagten Ralf Wohlleben und Carsten S. im Fokus. Beiden wird von der Anklage Beihilfe zum Mord vorgeworfen, weil sie dem NSU-Kerntrio die Ceska besorgten, mit der dieses ihre Mordanschläge auf Migranten beging.

Ralf Wohlleben ist neben Beate Zschäpe der einzige Angeklagte im NSU-Verfahren, der seit November 2011 in Untersuchungshaft sitzt. Oberstaatsanwalt Jochen Weingarten machte bei der Sitzung am Montag auch klar, warum das so ist: Wohlleben habe demnach eine zentrale Funktion innerhalb eines kleinen Zirkels ausgeübt, der Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt unterstützte, so der Oberstaatsanwalt. Der Mitangeklagte S. hingegen, der im Auftrag Wohllebens die Ceska nach Chemnitz schaffte und an Mundlos und Böhnhardt übergab, sei einer von mehreren „hilfswilligen Unterstützer“ der Untergetauchten gewesen.

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