Bürgerinnen und Bürger müssen in den kommenden Wochen mit umfänglichen Warnstreiks im öffentlichen Dienst rechnen. An etwa 150 von 800 staatlichen Berliner Schulen wird es nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schon ab Montagmorgen zu einem ganztägigen Warnstreik kommen.

Etwa 1000 angestellte Lehrer sowie Hunderte Erzieher werden sich daran beteiligen. Die GEW will einen bundesweiten Tarifvertrag für die angestellten Lehrer durchsetzen und fordert wie die anderen Gewerkschaften 6,5 Prozent mehr Geld. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) endete am Donnerstagabend ohne Ergebnis. Die TdL hatte die Lohnforderungen als unbezahlbar zurückgewiesen.

Zu den Warnstreiks in Berlin sagte GEW-Landeschefin Sigrid Baumgardt dieser Zeitung: „Ich gehe davon aus, dass sich gut 150 Schulen beteiligen werden – wie schon bei den Warnstreiks Mitte Februar.“ Die Senatsbildungsverwaltung wies die Berliner Schulleiter bereits an, den Unterrichtsausfall auf ein unvermeidbares Maß zu reduzieren. Vereinzelt werden auch Berliner Kitas betroffen sein.

In den Tarif-Verhandlungen geht es um rund 800.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder sowie um zwei Millionen Landesbeamte, Anwärter und Pensionäre, auf die das Verhandlungsergebnis voraussichtlich übertragen werden wird. Betroffen von den bundesweiten Warnstreiks sind Schulen, Unikliniken, Museen, Universitäten, Feuerwehren und Behörden.