Ein schönes Urlaubsziel: der Mondsee im Salzkammergut.
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WienBei der Frage nach Reisemöglichkeiten im Sommer deutet Elisabeth Köstinger, Österreichs Tourismusministerin, Gesprächsbereitschaft gegenüber Deutschland an. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf ein Interview in der österreichischen Zeitung „Die Presse“. Demnach soll die ÖVP-Politikerin gesagt haben, dass die Einschränkung der Reisefreiheit in den nächsten Monaten zwar noch erhalten bleiben, wenn „Länder aber auf einem sehr guten und positiven Weg sind, wie beispielsweise Deutschland, dann gibt es durchaus auch die Möglichkeit, dass man sich bilateral einigt.“ Sie antwortete damit auf die Frage, ob Touristen im Sommer nach Österreich kommen und umgekehrt Österreicher ins Ausland fahren können.

Köstinger warnte laut Interview aber auch, es lasse sich nur schwer abschätzen, wie sich die nächsten Monate entwickeln. „Es gibt keinen Stichtag, es könnte ja zu weiteren Wellen der Infektion kommen.“ Und dann sei nicht auszuschließen, „dass wieder weitreichende Maßnahmen getroffen werden müssen“.

Es wird in diesem Jahr eine andere Art von Urlaub geben

Köstinger sagte weiter, man müsse sich darauf einstellen, „dass es in diesem Jahr eine andere Art von Urlaub geben wird“. „Aber dadurch, dass wir die Ausbreitung des Coronavirus relativ gut im Griff haben, und als Bundesregierung schon Lockerungen der Maßnahmen Schritt für Schritt in Aussicht stellen können, planen wir durchaus auch, dass es im Sommer Ferientourismus geben wird.“ Die Ministerin machte die Erwartung deutlich, dass Österreicher wegen der Corona-Krise verstärkt im Inland Urlaub machen werden. „Aber ohne ausländische Gäste werden wir Einbußen hinnehmen müssen.“

Deutsche Touristen hatten in der Sommersaison 2019 mehr als 37 Prozent der Übernachtungen in Österreich gebucht. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte bezüglich Auslandsaufenthalte der Deutsche Presse-Agentur zuletzt: „Solange es Ausgangssperren gibt in vielen Ländern, wird dort auch kein Urlaub zu machen sein“, fügt aber hinzu: „Wir werden das von Woche zu Woche entscheiden.“