Wien - Mit deutlichen Zugewinnen der konservativen ÖVP und der populistischen FPÖ ist Österreich bei der Parlamentswahl nach rechts gerückt. Die ÖVP fuhr am Sonntag mit ihrem Spitzenkandidaten Sebastian Kurz einen klaren Sieg ein und ließ die bisher stärkste Kraft, die sozialdemokratische SPÖ, hinter sich. Ob Wahlgewinner Kurz künftig als jüngster Regierungschef in Europa mit einem Rechtsbündnis aus ÖVP und FPÖ regieren will, ließ er noch offen: „Wir wollen Partner finden, um eine Veränderung voranzubringen“, sagte der 31-jährige am Abend. Er werde zunächst den Auftrag zur Regierungsbildung durch den Bundespräsidenten und das genaue Endergebnis der Wahl abwarten.

Als Bündnispartner kommen die FPÖ oder die SPÖ infrage. Kurz schloss auch eine Minderheitenregierung nicht aus. Eine stabile Mehrheit wäre zwar schön, „wenn sich das nicht erfüllen lässt, gibt es noch andere Optionen“, kündigte der bisherige Außenminister Österreichs an. Die Wahlbeteiligung stieg auf 79,5 Prozent an (2013: 74,9).

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