Martin Schulz (links), ehemaliger Kanzlerkandidat der SPD, und Olaf Scholz, Vizekanzler, Bundesfinanzminister und designierter Kanzlerkandidat der SPD, auf einer Wahlkampfveranstaltung zur Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen 2020.
Foto: dpa/Oliver Berg

Würselen - Es dauert gut 50 Minuten, bis das Thema auf die K-Frage kommt. Er hoffe ja sehr, sagt ein Herr aus dem Publikum, dass Olaf Scholz der nächste Bundeskanzler werde. Aber ob das mit der Kandidatur jetzt nicht doch sehr riskant gewesen sei. „Habt ihr nicht aus der Sache mit Martin gelernt, dass es nicht gut ist, wenn man so was zu früh verkündet?“ Man wisse doch, wie das laufe. Beim Martin sei das ja auch so gewesen – „und dann war er verbraucht“. Warum also, sei man so früh vorgeprescht?

„Der Martin“, das ist Martin Schulz, ehemaliger Bürgermeister von Würselen, ehemaliger Europapolitiker, ehemaliger SPD-Kanzlerkandidat. Das Drama um seine Kandidatur, mit der die Partei vor dreieinhalb Jahren zu einem ungeahnten Höhenflug ansetzte, nur um bei der Bundestagswahl dann krachend zu scheitern, steckte den Sozialdemokraten lange in den Knochen. Bis heute sind sie bei der SPD ein wenig fassungslos, dass etwas, das so vielversprechend begann, so tragisch enden konnte.

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