Osnabrück - Niedersachsen hat deutschlandweit mit neun Feiertagen die wenigsten Feiertage. Deshalb spricht sich Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann gegen mehr verkaufsoffene Sonntage aus.  

„Aus meiner Sicht sollte der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen nicht weiter ausgehöhlt, sondern besser ausgebaut werden“, sagte der CDU-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Arbeitsfreier Sonntag sorgt für Integration in unsere Gesellschaft

„Der arbeitsfreie Sonntag stärkt den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft, da er es den Menschen ermöglicht, am sozialen, kulturellen Leben teilzunehmen und sich ehrenamtlich zu engagieren“, sagte Busemann.

Niedersachsen diskutiert derzeit über eine Reform der verkaufsoffenen Sonntage im Land, die noch in diesem Jahr den Landtag passieren soll. Zuletzt waren mehrere Ladenöffnungen nach Kritik und Klagen von Gewerkschaften weggefallen.

Busemann forderte mehr gesetzliche Feiertagen in Niedersachsen. „Der Buß- und Bettag und - wie in diesem Jahr bereits einmalig vorgesehen - der Reformationstag könnten ein Schritt dazu sein“, sagte der CDU-Politiker. Mit neun Feiertagen liegt Niedersachsen im Bundesländervergleich am Schluss. Andere Länder haben zwölf. (red)