Aus dem Weißen Haus sind am Montag ungewohnte Töne zu hören gewesen: First Lady Melania Trump sprach in einer ihrer seltenen Reden auch über das Schul-Massaker von Parkland, bei dem 17 Menschen den Tod fanden. Mitschüler der Opfer fordern seitdem vehement eine Änderung der Waffengesetze. Bei einem bewegenden Treffen mit Donald Trump im Weißen Haus baten sie den Präsidenten unter Tränen, sich dafür einzusetzen. 

Anders als ihr Mann, der vor allem Ideen für eine Bewaffnung der Lehrer entwickelte, äußerte sich die First Lady nun deutlich empathischer. Bei einem Treffen mit den Ehepartnern von US-Gouverneuren, die derzeit für Gespräche mit Präsident Donald Trump im Weißen Haus sind, stand Melanie circa drei Minuten lang am Rednerpult.

Direkt zu Beginn sprach sie den Opfern und ihren Angehörigen  ihre Anteilnahme aus. Als Mutter könne sie sich das Ausmaß der Trauer und des Schreckens kaum vorstellen. Es ermutige sie aber, wie Kinder und Jugendliche im ganzen Land nun ihre Stimme erheben, um etwas zu ändern. Sie seien die Zukunft des Landes, und sie hätten es verdient, gehört zu werden.

Ob sich die Rede der First Lady bewusst von der bisherigen Politik ihres Mannes absetzt, ist unklar. Möglich wäre auch, dass sie einen vorsichtigen Richtungswechsel in der Position des Weißen Hauses einleiten soll. Trump zeigte sich offen für eine Erhöhung des Mindestalter für den Kauf halbautomatischer Waffen von 18 auf 21 Jahre sowie eine strengere Überprüfung der Käufer. (red)