Greta Thunberg ist das Gesicht der Klimaschutz-Bewegung. Von den einen wird sie fast wie eine Heilige verehrt, von den anderen gehasst, diffamiert und bedroht.
Foto: AP/Jean-Francois Badias

BerlinEs wird wirkungsvolle Bilder geben von diesem Treffen am Donnerstag: Auf der einen Seite Angela Merkel, auf der anderen Greta Thunberg, Luisa Neubauer und die belgischen Aktivistinnen Anuna De Wever und Adélaïde Charlier – vier Frauen, noch Mädchen zum Teil, Gesichter einer Bewegung, die weltweit Hunderttausende auf die Straße gebracht hat. Es sind sehr junge, weibliche Gesichter, die Bilder werden durch die Medien gehen, Fotos wie gemacht für Schlagzeilen wie „Der Protest ist weiblich“ oder „Mädchen an die Macht“. Sie zeigen nur einen Ausschnitt des Ganzen.

Die Klimastreiks sind kein Triumphzug dieser Tage, die Corona-Krise hat die Bewegung weit zurückgeworfen in ihrem Kampf gegen den Klimawandel. Es ist still geworden um Greta Thunberg. Zu sagen, das Treffen mit Merkel sei ein rein symbolischer Akt, greift trotzdem zu kurz: Thunberg und Neubauer werfen der Bundesregierung vehement mangelnde Entschlossenheit in Sachen Klimaschutz vor. Merkel stellt sich der Kritik und zeigt damit, wie ernst sie die Argumente der Aktivistinnen nimmt. Die jungen Frauen haben sich Gehör verschafft und ihre Anliegen weit oben auf die Agenda gesetzt – und daran kommen auch Spitzenpolitikerinnen nicht mehr vorbei.

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