Monatelang glich Gesine Lötzsch einem politischen Findling, der sich nicht von der Stelle bewegen ließ. Vielmehr hatte die 50-jährige Vorsitzende der Linkspartei bereits im vorigen Jahr bekannt gegeben, dass sie erneut zu kandidieren gedenke. Niemand, so schien es, konnte sie von dem Vorhaben abbringen. Umso verblüffender verlief dann der Dienstagabend. Um 22.47 Uhr verschickte ein führender Genosse eine SMS, die nur zwei Wörter enthielt: „Lötzsch zurückgetreten.“ Um 23.17 Uhr verbreitete diese eine Erklärung, die das schier Unglaubliche bestätigte. Deren erster Satz lautete: „Auf Grund der Erkrankung meines Mannes habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschieden, das Amt der Vorsitzenden der Partei ,Die Linke’ niederzulegen.“

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.