Berlin - Am Abend des Tages, an dem die SPD ihren Merkel-Herausforderer aufstellt, präsentiert die Union Karl-Theodor  zu Guttenberg. Er tritt am Brandenburger Tor auf, in einem Untergeschoss einer Bank-Repräsentanz allerdings nur, der Wirtschaftsflügel der Union hat geladen. Angela Merkel ist nicht gekommen, dafür aber Unions-Fraktionschef Volker Kauder, der Mehrheitsorganisator der Union. Und Guttenberg, im dunklen Samtjackett und nun doch wieder mit Brille, spricht von einer Kampfansage. Von Chancen, die darin auch für Deutschland lägen. Davon, dass man jetzt Haltung bewahren müsse. Guttenberg, der vor ein paar Jahren als Minister so schillerte, dass er als möglicher nächster Kanzler galt, spricht über Donald Trump, den US-Präsidenten. Ein kleiner Schlenker nur zur SPD, aber das ist an diesem Tag sogar schon viel bei der Union: Er hoffe, dass das Publikum nüchtern sei angesichts der Ankündigung des SPD-Kanzlerkandidaten. Es ist nicht klar, ob Guttenberg Champagnerlaune erwartet oder in Schnaps ertränkte Wahlkampfsorgen. Vermutlich hat er einfach nur einen Witz versucht.

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