Ein Mensch geht spazieren. Er sieht eine Blume am Wegesrand. Blassblau, und wunderschön. Er möchte zu Hause davon erzählen, vielleicht seinen Kindern oder der Geliebten, von der er weiß, sie mag Blumen. Nun möchte er das Blümlein nicht mitnehmen. Weiß nicht mal, ob er es pflücken darf. Er kann jetzt sein Smartphone zücken und eine App sprechen lassen. Oder er kann, wie es seit Jahrzehnten Millionen Menschen tun, ein Buch zur Hilfe nehmen. Es heißt „Was blüht denn da?“, ist älter als die Bundesrepublik, schwerer als viele Notebooks und wird wegen seiner Nützlichkeit und Schönheit immer weiter gekauft, in andere Sprachen übersetzt und neu aufgelegt.

Dass der Bachbungen-Ehrenpreis keine Auszeichnung ist, sondern eine Blume, erfährt der Mensch auf Seite 202. Er erfährt es schnell. Der Bachbungen-Ehrenpreis gehört, wie etwa der Gamander-Ehrenpreis, zu den Braunwurzgewächsen, blüht von Mai bis September und ist sehr verbreitet. Warum er das so schnell weiß? „Was blüht denn da?“ ist unterteilt in fünf Farbgruppen (plus Gräser), sowie innerhalb dieser Gruppen in Blütenformen (radialsymmetrisch und zweiseitig symmetrisch), und Blättchenzahl (vier, fünf oder mehr). Der Mensch hat also nachgeschlagen unter Blütenfarbe Blau, Blüten radiärsymmetrisch, vier Blütenblätter. Er hat die Blume mit den Zeichnungen verglichen und – den „Bachbungen Ehrenpreis“ gefunden!

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.