Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen stehen auf der Straße des 17. Juni und um die Siegessäule.
Foto: dpa/Michael Kappeler

Berlin - Eine Demonstration kann sich einen Platz im Spektrum des öffentlichen Diskurses nur erkämpfen, wenn sie präzise Forderungen formuliert und diese nüchtern, ernsthaft und beharrlich vorträgt. Dazu gehört auch, dass sich die Veranstalter energisch von Rechtsextremen abgrenzen müssen – nicht als rituelles Lippenbekenntnis, sondern als wirksame Waffe zur Vertreibung und Marginalisierung der Provokateure. Man kann das lauwarm machen, als lästiges Ritual. Man kann es aber auch leidenschaftlich machen, glaubwürdig und kompromisslos. Die Grenze zur Komplizenschaft mit den Rechtsextremen ist ein dünner Grat – den manch einer, dem die Demos nicht passen, auch gerne immer weiter hinter die Linien verschieben möchte. Bundespräsident Steinmeier hat mit seiner Zurückweisung der rechtsextremen Fahnenschwenker vor dem Reichstag gezeigt, wie es geht.

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