Berlin - Es ist so ein Punkt, an dem die Sache kippen könnte. Die streng geregelte Versuchsanordnung ist schon zu Beginn durchbrochen worden. Es könnte das Ende sein, oder zumindest der Anfang vom Ende: Verhandlungsabbruch wegen einer Indiskretion. Aber erstmal kommen SPD, CDU und CSU doch zusammen wie geplant und kippelig ist nur die Stimme von Andrea Nahles, der SPD-Fraktionschefin.

Es ist der dritte Tag der Sondierungsgespräche für eine Neuauflage der großen Koalition. Fünf Tage haben sich die Verhandler insgesamt nur gegeben. Vor allem bei der SPD gibt es einige, die diese neue Regierung eigentlich gar nicht wollen. Wenig Zeit, schwierige Verhandlungspartner – eine heikle Angelegenheit ist das. Um die Gespräche nicht zu gefährden, hatten sich die drei Parteien gegenseitig ein Schweigegelübde abgenommen: Fünf Tage sollten die Verhandlungen geheim bleiben. Aber dann ist schon am zweiten Tag eine vorläufige Einigung in der Klimapolitik herausgesickert – die dann der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) auch noch offiziell bestätigte. Der Kokon, in den sich die Sondierer vorsichtig betten wollten, hat Löcher.

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