Unna - Nach der kurzzeitigen Festnahme eines 31-jährigen Flüchtlings in Unna wegen Terrorismusverdachts dauern die Ermittlungen an. Der Syrer war am Donnerstag von Beamten des Staatsschutzes nach einem Hinweis im Internet festgenommen worden.
Dem Mann war auf einer arabischsprachigen Seite vorgeworfen worden, für die Terrormiliz IS gearbeitet zu haben. Der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung könne nicht überprüft werden, sagte der Dortmunder Staatsanwalt Henner Kruse am Freitag. Der 31-Jährige habe bestritten, Mitglied des IS zu sein. Der Mann kam noch am gleichen Tag wieder auf freien Fuß.

Die Behörden könnten eine Mitgliedschaft nicht belegen. „Der Verdacht ist allenfalls sehr vage“, sagte Kruse weiter. Auf solchen Internetseiten würden wohl viele Leute denunziert. Dies sei nicht unüblich. Dem Bundeskriminalamt sei die betreffende Seite unbekannt. Ermittelt werden soll nun unter anderem die Quelle der betreffenden Seite.

Kruse geht davon aus, dass der 31-Jährige wieder zu seinen Familienangehörigen in einer Flüchtlingsunterkunft zurückgekehrt sei. Er habe angegeben, erst vor 20 Tagen nach Deutschland gekommen zu sein. (dpa)