Lutz Zimmermann steht in einer grünen Gummihose mit Latz bis zur Brust und Schwimmweste auf dem Boot. Der schlanke, hochgewachsene Mann mit seinen kurzen, grau werdenden Haaren braucht einen guten Gleichgewichtssinn auf dem wackligen Kahn. Er ist Fischer im Nationalpark Unteres Odertal in der brandenburgischen Uckermark. Der 54-Jährige fischt schon in siebter Generation. Er streicht zur Demonstration ein ozeanblaues Netz durchs Wasser, holt es mit routinierten Handgriffen wieder ein. „Der Fischer kehrt heim ohne Fang“, persifliert er Schaufischen und lächelt.