Potsdam: Nach drohendem Cyberangriff keine Sicherheitslücke

Nach der drohenden Cyberattacke sieht die Landeshauptstadt Potsdam keine Sicherheitslücke. Die Stadt wies einen entsprechenden Bericht zurück. Die Wochenzeit...

ARCHIV - Ein Mann sitzt vor einem Laptop, der mit einem fiktiven Verschlüsselungstrojaner (Ransomware) befallen ist.
ARCHIV - Ein Mann sitzt vor einem Laptop, der mit einem fiktiven Verschlüsselungstrojaner (Ransomware) befallen ist.Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Potsdam-Nach der drohenden Cyberattacke sieht die Landeshauptstadt Potsdam keine Sicherheitslücke. Die Stadt wies einen entsprechenden Bericht zurück. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte geschrieben, dass die Stadtverwaltung über einen Hacker-Trick noch immer über das Netz erreichbar sei, obwohl sich die Stadt vor dem Jahreswechsel vom Internet abgeklemmt hatte. In dem Bericht geht es auch um den Vorwurf, dass das Rathaus mindestens zwei veraltete Router verwende, bei denen keine Sicherheitsupdates möglich seien. Die Stadt prüfte die Vorwürfe und hält sie nicht für zutreffend.

„Im Ergebnis konnten wir feststellen, dass unsere Server zum jetzigen Zeitpunkt nicht von extern erreichbar sind, weil die Online- und VPN-Verbindungen getrennt sind“, sagte Sprecher Jan Brunzlow. „Derzeit kann kein Zugriff auf unsere Datenserver erfolgen.“ Wenn ein Zugriff möglich sei, dann auf externe Server, beispielsweise die Internetseite der Verwaltung. Bei einem externen Dienstleister seien zwar die kritisierten alten Router erreichbar, die Stadt nutze sie aber seit Jahren nicht mehr, darüber würden keine Daten zu den Servern ausgetauscht. Die „Märkische Allgemeine“ und die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ berichteten am Samstag darüber.

Nach Hinweisen von Sicherheitsbehörden auf einen bevorstehenden Cyberangriff hatte die Stadtverwaltung die Verbindung zum Internet am 29. Dezember gekappt. Manche Dienstleistungen für Bürger können derzeit nicht angeboten werden wie das Beantragen eines vorläufigen Reisepasses, die An- und Abmeldung von Fahrzeugen und An- und Ummeldungen. Potsdam will bald wieder ans Netz gehen. Ein Zeitplan zum Hochfahren in Schritten soll in den kommenden Tagen vorliegen.

Bereits vor drei Jahren gab es einen Cyberangriff auf die Landeshauptstadt. Damals war laut Stadt eine Schwachstelle im System eines externen Anbieters verantwortlich. Der Sprecher sagte: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel aus dem ersten Vorfall von vor drei Jahren gelernt, Dokumentationen gefertigt und in die Sicherheit investiert.“