Pressekonferenz der Polizei in Berlin: Mohamed mit Gürtel erdrosselt - Leiche von Elias in Gartenanlage vermutet

++ 14.43 Uhr: Pressekonferenz beendet ++

Wir verabschieden uns aus diesem Ticker und halten Sie auf unserem Online-Auftritt weiter auf dem Laufenden über die neuesten Entwicklungen im Fall Mohamed und Elias.

++ 14.40 Uhr: Mohamed soll Täter hinterhergelaufen sein ++

Laut Ermittler-Angaben gab Silvio S. Mohamed auf dem Berliner Lageso-Gelände ein Plüschtier, der ihm daraufhin hinterhergelaufen sein soll. Dann habe er ihn an die Hand genommen, sei mit ihm zum Auto gegangen und noch eine Weile durch die Gegend gefahren, bevor er seine Wohnung ansteuerte. Das Katzenstreu (zwei bis drei Packungen) soll er nach der Tat verwendet haben, um eine Geruchsentwicklung an der Leiche zu vermeiden.

++ 14.35 Uhr: Silvio S. stritt Tat zunächst vor seiner Mutter ab ++

Offenbar hatte die Mutter, deren entscheidender Hinweis den Fahndungserfolg brachte, ihren Sohn bereits bei der Veröffentlichung des ersten Videos angesprochen, ob er der Mann auf den Bildern sei. Das stritt er zunächst ab. Erst als die weiteren Kamerabilder veröffentlicht wurden und sie ihn erneut ansprach, gab er die Tat zu, so die Ermittler. Ob die Mutter die ausgesetzte Belohnung von 20.000 Euro bekommt, sei aber noch nicht klar.

++ 14.30 Uhr: Täter wollte Mohamed zum Schweigen bringen ++

Silvio S. soll gestanden haben den kleinen Mohamed erdrosselt zu haben, weil er „gequengelt“ habe und „weg wollte“ - und weil er Sorge hatte, das Kind könnte mit seinen Schreien die Aufmerksamkeit seiner Eltern erregen. Sie leben im Untergeschoss desselben Hauses in Niedergörsdorf, in dem auch Silvio S. wohnt. Dorthin hatte er Mohamed nach der Entführung vor dem Lageso gebracht und ihn missbraucht.

++ 14.24 Uhr: Mutter von Elias erfuhr es am Freitagmorgen++

Mit der Mutter von Elias habe man am Morgen unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht Kontakt aufgenommen und ihr Hilfe angeboten, so Michael Scharf, Stabsleiter der Polizei Brandenburg. In der aktuell durchsuchten Gartenanlage hat Silvio S. seit einem Jahr ein Grundstück gepachtet. Der Mann war vor seinen Taten nicht polizeibekannt - „ein unbeschriebenes Blatt“, so Oberstaatsanwalt Michael von Hagen. Die Polizei geht bei beiden Fällen nach wie vor von einem Einzeltäter aus.

++ 14.19 Uhr: Täter wollte "Gutes tun" ++

Laut Aussagen des Täters wollte er am Tag der Entführung von Mohamed Kuscheltiere und Spenden am Lageso abgeben, um den "Menschen zu helfen und etwas Gutes zu tun". Von Elias zeigten die Ermittler Silvio S. ein Bild zur Identifizierung. "Ja, das ist der Junge, den ich getötet habe", soll er dazu gesagt haben.

++ 14.14 Uhr: Noch keine Leiche von Elias ++

Zu den Todesumständen von Elias habe Silvio S. keine detaillierteren Angaben gemacht, sondern sei gegen Ende der Vernehmung immer wortkarger geworden. Bisher wurde laut Polizei noch keine Leiche gefunden. Silvio S. soll bei einem Wachschutzunternehmen in Teltow gearbeitet haben, in Berlin soll er nicht tätig gewesen sein. Nun werde seine familiäre Situation untersucht.

++ 14.10 Uhr: Spürhunde suchen Wohnhaus des mutmaßlichen Täters ab ++

Polizisten mit Spürhunden suchen seit Freitagvormittag das Wohnhaus des mutmaßlichen Mörders von Mohamed und Elias in Niedergörsdorf (Teltow-Fläming) ab. Ermittler in weißen Overalls erkundeten den Hof, auf dem sich kleine Stallungen und Verschläge befinden. Wonach genau gesucht werde, wollte eine Polizeisprecherin nicht sagen. Es waren zwei Spürhunde im Einsatz.

++ 14.05 Uhr: Pressekonferenz hat begonnen ++

Laut Michael von Hagen, Oberstaatsanwalt in Berlin, hat die Obduktion von Mohamed acht Stunden gedauert. Die Leiche wies Spuren stumpfer Gewalt gegen den Hals auf, was damit übereinstimmt, was Silvio S. in der Vernehmung gesagt haben soll - dass er das quengelnde Kind mit einem Gürtel erwürgt hat. Vorher hatte er Mohamed zunächst vom Lageso in seine Wohnung gebracht, wo es es zu sexuellen Handlungen kam.

++ 14 Uhr: Gerichtsmedizin in Luckenwalde eingetroffen ++

++ 13.50 Uhr: Suche nach Elias Leiche in Kleingartenkolonie ++

Die Polizei sucht seit dem Mittag mit Grabungen in der Kleingartenkolonie "Am Honigberg" im brandenburgischen Luckenwalde nach der Leiche von Elias, rund 20 Kilometer entfernt vom Wohnort des mutmaßlichen Mörders im Dorf Niedergörsdorf. Nach Angaben von Beobachtern ist ein Gebiet weiträumig abgesperrt.

++ 13.48 Uhr: Die Chronik zum Fall Elias ++

Zuletzt wurde der kleine Elias am 8. Juli auf einem Spielplatz im Potsdamer Stadtteil Schlaatz gesehen. Bis Donnerstag, also rund vier Monate lang, fehlte von dem Sechsjährigen jede Spur. Wie lief die Suche in der Zwischenzeit ab? Welche Hinweise gingen ein? Lesen Sie den Fall in unserer Chronik nach.

++ 13.40 Uhr: Entführer wohl in Entwicklung beeinträchtigt ++

Der mutmaßliche Mörder von Elias und Mohamed ist nach der Einschätzung eines Kriminalpsychologen anscheinend in seiner sozialen Entwicklung nicht altersgemäß vorangekommen. „Bei solchen Personen kann der Wunsch, ein Geschwisterkind zu haben oder mit Jungs zu spielen, dann auch eine sexuelle Färbung annehmen“, sagte der ehemalige Direktor der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden, Rudolf Egg.

++ 13.30 Uhr: Willkommen! ++

Wir sind für Sie im Polizeipräsidium und berichten live über alle Neuigkeiten von dort. Aktuell laufen die Vorbereitungen, um 14 Uhr soll die Pressekonferenz beginnen.