Der Bochumer Programmparteitag der Piraten muss scheitern – so viel ist schon vor diesem Wochenende klar. Für die zweitägige Veranstaltung in Bochum liegen mehr als 700 Anträge vor, über die Piraten diskutieren wollen. Die Fachleute, die es auch in Reihen der Piraten gibt, gehen in optimistischen Schätzungen davon aus, dass die Tagung sich vielleicht mit 50 bis 55 Anträgen ernsthaft wird beschäftigen können.

Die Krux: Jedes der 34 000 Parteimitglieder hat das Recht, an dem Parteitag teilzunehmen. Anders als in den etablierten Parteien, die Delegierte wählen, die zu den Tagungen fahren, setzen die Piraten auf Basisbeteiligung und Transparenz. Was Kungeleien und Hintergrundgeschacher verhindern soll, stellt jeden einzelnen Piraten vor eine große Aufgabe. Er oder sie muss sich in jeden einzelnen Antrag einarbeiten – oder besser: er müsste das tun. Denn selbst die optimistischen Freibeuter, von denen es weiterhin einige in der Partei gibt, hegen Zweifel, ob irgendjemand diese Leistung vollbringen kann.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.