Istanbul - Der Prozess gegen den „Welt“-Reporter Deniz Yücel wegen Terrorvorwürfen ist in Istanbul am Donnerstagmorgen vertagt worden. Weitergehen soll es am 16. Juli.

Das türkische Gericht wartet noch auf die Verteidigungsstellungnahme von Yücel. Die wird Yücel seinem Anwalt Veysel Ok zufolge am 10. Mai vor einem deutschen Gericht ablegen.

Yücel seit Februar 2018 wieder in Deutschland

Yücel hatte wegen Terrorvorwürfen bis Februar 2018 ein Jahr ohne Anklageschrift im Istanbuler Gefängnis Silivri gesessen - lange in Einzelhaft. Der Fall hatte zwischen Berlin und Ankara eine schwere Krise ausgelöst.

Gleichzeitig mit Yücels Entlassung aus dem Gefängnis und der Ausreise nach Deutschland erhob die Staatsanwaltschaft Anklage. Der Vorwurf lautet unter anderem auf „Propaganda für eine Terrororganisation“. Yücel drohen bis zu 18 Jahre Haft. (dpa)