München - Die mutmaßlichen Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) wurden nach Ansicht von Opferanwälten bei ihrem Untertauchen von einem rechtsextremen Netzwerk unterstützt. „Die Blood-&-Honour-Szene in Chemnitz hat die drei Flüchtigen untergebracht“, sagte Nebenklage-Anwalt Alexander Hoffmann am Donnerstag im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München. „Alle Beteiligten standen in einem politischen Bezug. Es war kein individuelles Unterbringen, keine individuelle Hilfeleistung.“

Zuvor hatte das Gericht die Vernehmung der früheren Rechtsextremistin Mandy S. nach drei Verhandlungstagen abgeschlossen. Die 38-Jährige hatte zugegeben, dass sie im Frühjahr 1998 drei „Kameraden“ einen Unterschlupf in der Wohnung ihres damaligen Partners in Chemnitz vermittelt hatte. Nach den Ermittlungen handelte es sich um die späteren NSU-Gründer Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt.

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