Die britische Königin Elizabeth II. lächelt bei ihrer Ankunft mit einer Kutsche beim Pferderennen Royal Ascot (Arhivbild).
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LondonDie britische Königin Elizabeth II. hat am Donnerstag das Ratifizierungsgesetz für den Brexit-Deal gebilligt. Damit kann der Vertrag über den EU-Austritt nun in Großbritannien in Kraft treten. Nach dem Unterhaus hatte am Mittwoch auch das Oberhaus dem Gesetzentwurf zugestimmt. Mehrere Änderungen, die von den Lords vorgeschlagen wurden, hatten die Abgeordneten im Unterhaus zuvor abgewiesen.

„Zeitweise hat es sich so angefühlt, als würden wir die Brexit-Ziellinie nie erreichen, aber wir haben's geschafft“, sagte Premierminister Boris Johnson nach der Verabschiedung des Gesetzes und fügte hinzu: „Jetzt können wir Groll und Zwist der vergangenen drei Jahre hinter uns lassen und uns darauf fokussieren, eine heitere, aufregende Zukunft zu gestalten“.

Am 31. Januar soll Großbritannien die EU verlassen

In Großbritannien müssen internationale Verträge im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens in nationales Recht übertragen werden, um Gültigkeit zu erlangen.

Bereits an diesem Freitag soll das Abkommen von EU-Ratspräsident Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichnet werden. Wann Johnson seine Unterschrift darunter setzen wird, war zunächst unklar.

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Das Europaparlament soll das Vertragswerk am 29. Januar ratifizieren. Am Donnerstag bekam es im Verfassungsausschuss in Brüssel bereits eine überwältigende Mehrheit: 23 Abgeordnete im Ausschuss stimmten dafür, drei dagegen. Viele Abgeordnete drückten ihr Bedauern über den Austritt Großbritanniens aus, betonten aber, das Abkommen sichere zumindest eine geregelte Trennung.

Am 31. Januar um 24.00 Uhr (MEZ), soll Großbritannien die Europäische Union verlassen.