In Frankfurt demonstrierten Menschen gegen Racial Profiling.
Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Berlin  - Ein Video des öffentlich-rechtlichen Jugendsenders Funk löst unter Politikern Empörung aus. In dem zweieinhalbminütigen Clip verdächtigen und erschießen Polizisten einen dunkelhäutigen Mann aufgrund seiner Hautfarbe. Das Video soll laut Comedian Aurel Mertz satirisch gemeint sein. Er hatte das Video auf seinem Instagram-Kanal veröffentlicht.

In dem Clip „Racial Profiling“ ist der junge Mann dabei, sein Fahrrad abzuschließen. Dabei beobachten ihn Polizisten und reden über mögliche Straftaten und orientieren sich an einem Farbfächer. „Er ist auf jeden Fall zu hell für einen Drogendealer. Aber für einen Fahrraddieb – da wäre er gerade noch schwarz genug“, sagt ein Polizeibeamter.  Als der Mann seinen Fahrradpass zur Klärung der Besitzverhältnisse zeigen will, wird er von einem Scharfschützen erschossen. Nachdem den Polizisten Tennissocken auffallen, identifizieren sie die Leiche als Deutschen und trauern um ihn.  

Mehrere Politiker verurteilen dieses Video. Wie die deutsche Presse-Agentur berichtet, nannte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) das Video im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung einen „Schlag ins Gesicht jedes Polizeibeamten“. Die Darstellung von Polizisten „pauschal als “ausländerfeindliche Dumpfbacken“ sei „menschenverachtend“. Auch Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) findet es „falsch und vollkommen daneben, die Polizei unter einen Generalverdacht zu stellen“, wie er „Bild“ sagte. Innenexperte Christoph de Vries (CDU) nannte den Film über Rassismus bei der Polizei „staatszersetzenden Schund“.