Immer ran ans Büfett, wenn es schon eröffnet ist!
Illustration: Getty Images/iHideyuki Suzuki

Berlin - In der Schule diskutiert meine Tochter jetzt häufiger über Geschlechtergerechtigkeit. Dabei gebe es immer einige Jungen, berichtet sie, die unwirsch darauf hinwiesen, dass inzwischen ja längst die Männer diskriminiert würden. „Die verstehen einfach nicht, dass Feminismus nichts Aggressives ist“, sagt sie. „Den Männern soll ja nichts weggenommen werden. Wir wollen nur Gleichberechtigung.“

Da liegen sie Satz an Satz beisammen, die Schönheit und das Elend des Themas. Denn doch: Feminismus muss notwendig etwas Aggressives sein. Wer seinen Anteil will, muss ihn denen wegnehmen, die ihn längst unter sich aufgeteilt haben. Und da reicht es nicht, zu sagen: Jetzt bin ich dran! Da muss man sich den Job, die Freiheit, das Geld und die Deutungshoheit unter Umständen einfach nehmen. Das ist schwer, wie man daran sieht, wie stark unterrepräsentiert Frauen in politischen Funktionen und den vielzitierten Aufsichtsräten sind. Oder in universitären Positionen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.