Verkehrsunfälle, bei denen überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle spielt, sind in Deutschland an der Tagesordnung. Neben Fahren unter Alkoholeinfluss gilt Rasen als eine der Hauptunfallursachen. Die Stimmen, die ein konsequenteres Vorgehen gegen Geschwindigkeitssünder fordern, mehren sich. Nun setzen sich auch Unionspolitiker für härtere Strafen ein, um die abschreckende Wirkung zu erhöhen.

CDU-Verkehrspolitiker Patrick Schnieder wendet sich in der „Bild“-Zeitung gegen „Adrenalin-Junkies“ und fordert einen lebenslangen Führerscheinentzug, wenn Menschen verletzt oder gar getötet werden. Außerdem solle es Freiheitsstrafen ohne Bewährung geben. Das sei „das Mindeste angesichts des ungeheuren Leids, das sie den Opfern und Hinterbliebenen verursachen“.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek schlägt außerdem lebenslangen Sozialdienst für Raser vor, um den Opfer-Angehörigen zu helfen.

In letzter Zeit geriet besonders Köln wegen mehrere Raser-Unfälle in die Schlagzeilen. So wurde ein junger Mann, der in der Innenstadt mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h den Tod eines Radfahrers verschuldete, zu einer Gefängnisstrafe von fast drei Jahren verurteilt. Seinen Führerschein musste er für noch längere Zeit abgeben. Zwei Männer, die bei einem illegalen Autorennen in Köln den Tod einer Radfahrerin verursachten, kamen dagegen mit Bewährungsstrafen davon. (cm)