Prominente im Kampf gegen Rassismus - Aktion „Gesicht zeigen!“ (Foto - aktuell)
Berlin (dpa) - Zahlreiche Prominente wie etwa Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel unterstützen mit der Plakataktion „Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“ den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus in Deutschland. Auch Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit ist auf einem der neun Plakate zu sehen, die Vorurteile gegenüber Herkunft, Hautfarbe und Homosexualität thematisieren.

Anlass ist der Internationale Tag gegen Rassismus an diesem Donnerstag. Uwe-Karsten Heye, Vorstandsvorsitzender der Aktion, betonte am Mittwoch bei der Vorstellung der Kampagne, dass Rechtsextremismus in Deutschland weiterhin bekämpft werden müsse. Die Plakate werden in den nächsten Wochen in ganz Berlin zu sehen sein.

Massaker am 21. März 1960

Der „Internationale Tag zur Überwindung der Rassendiskriminierung“ will an den Kampf gegen rassistische Gewalt, Stereotypen in den Medien und Alltagsdiskriminierung erinnern. Der Tag wurde 1966 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Das Datum erinnert an das Massaker von Sharpeville in Südafrika: Am 21. März 1960 töteten dort Polizisten bei einer friedlichen Demonstration gegen die Apartheid 69 Menschen.

In Deutschland wird der Tag als Höhepunkt der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ (11. bis 24. März) gefeiert. Rund 70 Organisationen mahnen auf mehr als 1000 Veranstaltungen, gegen Rassismus und für kulturelle Vielfalt zu kämpfen.