BerlinEine bundesweite Studie über Rassismus bei der Polizei lässt vermutlich noch länger auf sich warten. Dafür wird es andernorts lebendig. Am Mittwoch stellte der Bochumer Kriminologe Tobias Singelnstein eine Untersuchung zum Thema Körperverletzung im Amt vor. Mit seinem Team von der Ruhr-Universität hat er mehr als 3300 Menschen befragt, die angeben, Übergriffe von Polizisten erlebt zu haben. Das Ergebnis: Menschen mit anderer Hautfarbe als der weißen und Personen mit Migrationshintergrund sehen sich häufiger von als rechtswidrig bewerteter Polizeigewalt betroffen.

Die Befragung war nicht repräsentativ, weil die Befragten nicht zufällig ausgewählt wurden. Sie ist gleichwohl interessant. Betroffene geben an, dass es offenbar besonders häufig bei Personenkontrollen zu Übergriffen kommt. Aber auch die Gegenseite wurde befragt, und aus den Antworten ist zu sehen, dass Polizisten das eigene Handeln oftmals nicht als rassistisch wahrnehmen. Sie sehen die Schuld oftmals bei ihrem Gegenüber.

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