Mit dieser negativen Reaktion auf ihren Warnhinweis hatte die Bundespolizei Nord vermutlich nicht gerechnet. Der Account @bpol_nord verbreitete Ende Januar bei Twitter, wie man sich am besten vor Taschendieben schützen könne:

Müde auf dem Weg nach #Hause bzw. zur #Arbeit? Wie schnell die #Wertsachen in diesem Moment weg sein können, mag man gar nicht glauben. Schützen Sie sich vor #Taschendieben!

Dazu postete die Polizei das Bild eines schlafenden, hellhäutigen (Comic)-Mannes, der gerade von einer Person mit dunkelhäutiger Hand bestohlen wird. Ist das rassistisch?

Zahlreiche Twitter-User reagierten sehr kritisch auf dieses Bild, warfen der Polizei gar vor, rassistische Vorurteile zu schüren. Hier einige Kommentare:

Es meldeten sich jedoch auch Kommentatoren, die den Tweet der Bundespolizei verteidigten:  „Schlimm, wenn man nicht mehr die Wirklichkeit widerspiegeln darf, ohne beschimpft zu werden.“ (@IQ_Stimulator)

Bundespolizei Nord entschuldigt sich für warnenden Tweet

Mittlerweile hat sich die Bundespolizei Nord via Twitter entschuldigt. Und erklärte:

„Es tut uns leid, dass das Bild falsch rüber kam. Wir wollten keine rassistischen Vorurteile schüren. Uns ging es einzig und allein um den präventiven Hinweis.“

Auch auf diese Entschuldigung gab es zahlreiche Reaktionen, die die unterschiedlichsten Positionen widerspiegeln:

„Bitte nicht für sowas entschuldigen... Dieses Rassismus-Geschrei ist einfach nur albern.“ (@SchmiBast)

„Wer ist albern? Derjenige, der auf Rassismus aufmerksam macht? Oder der, der ihn schützt?“ (@Marierriot)

„Dann ersetzen Sie den Tweet durch einen mit verbessertem Bild. Noch wird obiges weiterverbreitet.“ (@CptLeto)

Letztlich scheint sich die Bundespolizei Nord mit diesem zunächst gut gemeinten Tweet keinen Gefallen getan zu haben. Ob jemand wirklich den weiterführenden Text zu den Tipps zum Schutz vor Taschendieben gelesen hat, ist unklar. (red)