Wenige Tage vor der Brandenburger Landtagswahl hat Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) für einen „stufenweisen“ Braunkohleausstieg in der Lausitz geworben, die Grünen dagegen für ein schnelles Kohle-Aus. „10 Prozent der deutschen Stromversorgung kommen aus der Lausitz“, sagte Woidke am Dienstag in der rbb-Sendung „Wahlarena“, wo sechs Spitzenkandidaten auf Zuschauerfragen antworteten. „Gleichzeitig müssen wir Stück für Stück klimaneutraler werden.“ Brandenburg sei bei der Produktion erneuerbarer Energien pro Kopf führend in Deutschland, erklärte der Regierungschef.

AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz warb für einen Ausstieg „mit Augenmaß“. „Auch wir wissen, dass fossile Rohstoffe endlich sind“, sagte Kalbitz. „Aber die Frage ist: Wie schaffen wir einen Strukturwandel statt einen Strukturbruch?“ Daher müsse es vor dem Ausstieg einen Zukunftsplan geben, keinen Abwicklungsplan. Für den Ausstieg wird das Jahr 2038 angepeilt - das soll mit Millionenhilfen abgefedert werden.
CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben sagte, es sei klar, dass die Braunkohleverstromung in der Lausitz 2038 ende. Die CDU setze sich aber auch dafür ein, dass kein weiteres Dorf mehr abgebaggert werde. „Wir haben in hundert Jahren hundert Dörfer verloren“, sagte er. „Und jetzt müssen die Menschen in der Lausitz die Sicherheit haben, dass sie in ihrer Heimat bleiben dürfen.“

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