Fünf Minuten nahm sich Renate Künast Zeit, um vor laufenden Kameras ohne Punkt und Komma über das „Amigo-System“ um Bundespräsident Christian Wulff und „trickreiche Umgehungen des Parteispendengesetzes“ zu wettern. Der Druck auf den Präsidenten wachse zunehmend, erklärte die Grünen-Fraktionschefin am Dienstag dramatisch. Deshalb formulierte sie einen Appell: Wulff müsse endlich klar Schiff machen und sagen, was war.

Klar Schiff machen – die Metapher kann vieles bedeuten. Vor allem macht sie deutlich, dass sich die Opposition auch eine Woche nach Bekanntwerden der Kredit-Affäre nicht zu einer offenen Rücktrittsforderung durchringen kann. „Es geht nicht um die Frage des Rücktritts, sondern darum, wie Wulff das Amt des Bundespräsidenten ausübt“, hatte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles schon am Montag philosophiert.

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