Die Angehörigen der Neonazi-Mordopfer sollen eine finanzielle Entschädigung bekommen - das will Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger anbieten. „Den Familien der Opfer gehört jetzt unsere Anteilnahme“, sagte die Ministerin der „Welt am Sonntag“. Zwar könne Geld das Leid nicht ungeschehen machen. Mit Entschädigungen aus ihrem Haushalt wolle sie aber versuchen, den Angehörigen ein Zeichen der Solidarität zu geben. Die FDP-Politikerin äußerte die Befürchtung, dass am Ende der Aufklärung noch mehr Opfer zu beklagen sein könnten als bislang bekannt. „Wir schulden den Angehörigen der Opfer eine lückenlose Neubewertung“, erklärte Leutheusser-Schnarrenberger.

Der Vorsitzende des Bundestagsgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste, Thomas Oppermann (SPD), fordert neue Regeln für den Einsatz von V-Leuten in der rechtsextremen Szene. Inbesondere die Zahlungen aus Staatsgeldern an Zuträger aus der Szene müssten auf den Prüfstand, sagte Oppermann der „Bild am Sonntag“. Er halte es „für unvertretbar, dass V-Leute als neonazistische Scharfmacher in Führungspositionen vom Staat Geld bekommen“, sagte der SPD-Politiker.

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