Das schier unglaubliche Versagen des Verfassungsschutzes bei der Überwachung und Verfolgung von Rechtsextremismus und -terrorismus ließe sich leicht mit Inkompetenz der Beamten erklären. Auffällig ist, wie bereitwillig die Dienstherren der Verfassungsschützer in Bund und Ländern diesen Erklärungsansatz aufgreifen. Es scheint, als wären ihnen Häme und Spott noch das geringere Übel, das dem Verfassungsschutz drohen könnte. Denn, so eine Theorie, wäre es nicht ein viel größerer Skandal, wenn der Geheimdienst gar nicht so inkompetent gewesen wäre? Wenn er jahrelang in der festen Überzeugung gehandelt hätte, durch seine an strategisch wichtigen Punkten platzierten V-Leute Prozesse und Entwicklungen in der rechten Szene vorantreiben und steuern zu können? Um am Ende erkennen zu müssen, dass ihm die Operation entglitten wäre und er dadurch eine indirekte Mitschuld an den Morden des NSU trüge?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.