„Die Reform sendet die Botschaft, dass indische Muslime keine gleichwertigen Bürger sind“, sagt Palaniappan Chidambaram, Ex-Finanzminister.
Foto: dpa/ Mahesh Kumar A.

Neu Dehli - Es sind keine Schüsse gefallen“, versicherte Alok Kumar, Polizeichef der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Am Dienstag flammten im Osten der 15-Millionen-Metropole neue Proteste gegen die Reform des Staatsbürgerschaftsrechts auf. Tausende Demonstranten lieferten sich im New-Seelampur-Viertel Straßenschlachten mit der Polizei, die Schlagstöcke und Tränengas einsetzte. Märkte wurden geschlossen und der U-Bahnverkehr stellenweise unterbrochen. Kritiker sagen, dass die hindunationalistische Regierung mit der Reform Indien zu einer Hindu-Nation umbaut. In der vergangenen Woche sind mindestens sechs Menschen bei den Protesten getötet und Hunderte verletzt worden. Premierminister Narendra Modi beschuldigte die Opposition, die Proteste anzufeuern, und verglich die Demonstranten mit Terroristen.

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