Berlin - Kaum hat die Kanzlerin ihre Regierungserklärung begonnen, kommt sie auch schon auf die Wahlen zu sprechen. „In nicht allzu ferner Zeit“ sei es soweit, verkündet Angela Merkel. Sie hebt hervor, wie „einzigartig“ dieser Wahlgang sei. Nein, die Kanzlerin spricht nicht von den hessischen Landtagswahlen am übernächsten Sonntag, deren Ausgang die CDU-Chefin in Bedrängnis bringen könnte. Auch erwähnt Merkel das für die CSU und damit die Union bittere Ergebnis der Bayernwahl nicht.

Mag sich die Republik doch fragen, was dieser heiße Wahlherbst für die Macht der Kanzlerin verheißt – sie selbst ficht das nicht an. Merkel richtet lieber den Blick auf Europa und die europäischen Parlamentswahlen im Mai 2019. Vor ihrem Abflug zum Brüsseler EU-Gipfel und dem daran anschließenden Wirtschaftsgipfel mit den Staaten Asiens hat die Kanzlerin am Mittwoch im Bundestag ihre Regierungserklärung gehalten. Brexit, Migration, Terrorbekämpfung – alles keine heiteren Themen. Dennoch spricht Merkel in einer Gelassenheit, die einige Abgeordnete staunen lässt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.