Regionalzug prallt auf Schwertransporter: Erneutes Bahnunglück: Zug rammt Laster

Laut Medienberichten hatte der 46 Jahre alte Lastwagenfahrer seinen Schwertransporter im Bereich des Bahnübergangs auf der Strecke von Magdeburg nach Aschersleben rangiert, als sich die Schranken schlossen. Der Lokführer des herannahenden Zuges leitete laut Polizei zwar noch eine Notbremsung ein, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

Der 47-jährige Lokführer rettete sich aus dem Führerhaus, flüchtete in das hintere Zugteil. Das dürfte ihm das Leben gerettet haben: Denn durch die Wucht des Aufpralls wurde das Führerhaus eingedrückt und vollständig zerstört. An dem Lastwagen brachen die Achsen des Anhängers, der Auflieger wurde abgerissen.

Bergungsarbeiten bis in die Morgenstunden

Wegen der Bergungsarbeiten war die Bahnstrecke der Elbe-Saale-Bahn den Medienberichten zufolge bis in die Morgenstunden gesperrt; laut einem Polizeisprecher musste die Fracht - der Schwertransporter hatte Stahltürme für Windräder geladen - erst umgeladen werden, damit der beschädigte Auflieger von den Schienen geschoben werden konnte. Die Polizei geht von einem "erheblichen" Sachschaden aus, wie hoch der genau ausfällt, ist aber noch nicht klar.

Das Unglück ruft Erinnerung an den schlimmen Bahnunfall am vergangenen Freitag in Hessen wach: Auf der Strecke zwischen Frankfurt und Hanau war ein Regionalzug auf einen Bagger aufgefahren - drei Menschen waren dabei ums Leben gekommen. (swe, dpa)