Washington - Kurz vor dem Besuch von Frankreichs Präsident François Hollande im Weißen Haus hat das Außenministerium in Washington US-Bürger auf die weltweite Gefahr von Terroranschlägen hingewiesen. Die Warnung bedeutet aber nicht, dass die Regierung den Amerikanern generell von Auslandsreisen abrät. Es empfiehlt ihnen für solche Reisen angesichts einer verschärften terroristischen Bedrohung aber besondere Aufmerksamkeit.

„US-Bürger sollten wachsam sein, wenn sie sich an öffentlichen Plätzen aufhalten oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen“, heißt es in dem „travel alert“. Größere Menschenmengen sollten gemieden werden, und besondere Wachsamkeit sei während der Ferienzeit geboten. Die derzeit vorliegenden Informationen ließen den Schluss zu, dass extremistische Organisationen wie der Islamische Staat (IS), Al-Kaida oder Boko Haram weitere Anschläge „in vielen Regionen“ der Welt planten.

Auch das Auswärtige Amt warnt

Das Ministerium verwies dabei auf die jüngsten Anschläge in Frankreich, in der Türkei, in Mali und in Nigeria. Das US-Außenministerium gibt häufig Reisewarnungen für einzelne Länder heraus. Eine Warnung für alle Weltregionen hingegen ist selten. Sie gab es zuletzt im Sommer 2013.

Einen ganz ähnlichen „weltweiten Sicherheitshinweis“ gibt auch das deutsche Auswärtige Amt auf seiner Webseite. „Die weltweite Gefahr terroristischer Anschläge und Entführungen besteht fort“, heißt es dort. Der Grad der terroristischen Bedrohung sei von Land zu Land verschieden. Näheres kann man den Reisewarnungen zu derzeit 25 Ländern entnehmen. Aber das AA warnt auch vor überzogenen Befürchtungen: „Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, vergleichsweise gering.“