Die Grünen-Politikerin Renate Künast ist auf Facebook in übelster Weise öffentlich beschimpft worden. Die Äußerungen reichen von „Stück Scheiße“ über „Drecks F...“ bis zu „Sondermüll“. Hintergrund dieser Beschimpfungen ist ein Zwischenruf Künasts im Berliner Abgeordnetenhaus aus dem Jahr 1986 im Zusammenhang mit der damaligen Pädophilie-Debatte bei den Grünen. Der Zwischenruf lautete: „… wenn keine Gewalt im Spiel ist“. Künast wurde daraufhin unterstellt, sie befürworte Forderungen nach Straffreiheit für gewaltfreien Sex mit Kindern. Künast hat dies stets als falsch zurückgewiesen.

Unter der Überschrift „Grünenpolitikerin Künast gerät in Erklärungsnot“ erinnerte 2015 ein Artikel auf welt.de an die Debatte vor 30 Jahren und warf mit Blick auf Künasts damalige Bemerkung die Frage auf: „Klingt das nicht, als wäre Sex mit Kindern ohne Gewalt okay?“ Dem Artikel war ein Foto Künasts beigefügt. Die auf Facebook veröffentlichten Beschimpfungen beziehen sich sämtlich auf diesen Artikel.

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