Wuppertal - Zwei junge Intensivtäter sollen in Wuppertal einen Rentner beinahe umgebracht haben. Nach Angaben der Wuppertaler Staatsanwaltschaft vom Freitag rechnen sich die beiden einer Gruppe zu, die sich „Gucci-Bande“ nenne. Dabei handele es sich um eine etwa 15-köpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen, „die von Schule nicht so viel halten“, sagte ein Sprecher. Wenn diese Gruppe „zusammen abhänge“, komme es immer wieder zu Straftaten.

Ihr Opfer - ein 70-Jähriger - schwebe in Lebensgefahr und werde nach Auskunft der Ärzte bleibende Schäden behalten, wenn er die Tat überlebe, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Gruppierung sei bislang mit Straftaten wie Ladendiebstahl, Straßenraub, Abzocke und kleiner Drogendelikte aufgefallen. Ein Gewaltexzess wie nun gegen den 70-Jährigen sei neu.

140 Eintragungen bei der Polizei

Beide Verdächtige säßen nun in Untersuchungshaft. Einer von ihnen sei erst seit wenigen Tagen wieder auf freiem Fuß gewesen. Als strafunmündige Kinder unter 14 Jahren hätten sie bereits zahlreiche Taten verübt. Einer habe 60, der andere etwa 140 Eintragungen bei der Polizei.

Zu der Tat kam es nach Angaben der Ermittler am Dienstagabend (21. Mai). Der Rentner hatte demnach eine Gruppe Jugendlicher aus dem Flur eines Mietshauses auf die Straße verwiesen. Zumindest die zwei 14-Jährigen sollen den Mann daraufhin geschlagen und getreten haben. (dpa)