New York - Im jahrelangen Bürgerkrieg in Südsudan hat der UN-Sicherheitsrat ein Waffenembargo und Sanktionen abgelehnt. Am Freitag stimmten in New York nur sieben der fünfzehn Ratsmitglieder für eine von den USA eingebrachte Resolution. Acht Länder des machtvollsten Gremiums der Vereinten Nationen lehnten sie ab.

Das Abkommen sah unter anderem das Einfrieren von Vermögen und ein Reiseverbot für Vertreter der südsudanesischen Regierung und der Opposition vor. „Die Geschichte wird gnadenlos über deren Entscheidung urteilen“, sagte die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power.

Der Ende 2013 ausgebrochene Bürgerkrieg hat bereits Zehntausende Opfer gefordert. Rund 2,5 Millionen Menschen sind vor der Gewalt geflohen. Viele Berichte bezeugen Massenvergewaltigungen an Frauen und Mädchen. Beobachter befürchten für die Zukunft einen Völkermord dort. (dpa)