Brasilien steckt in der Krise – politisch, sozial, wirtschaftlich. Präsidentin Dilma Rousseff dürfte in wenigen Tagen suspendiert werden, weil sie angeblich jahrelang gegen das Haushaltsgesetz verstieß. Zudem ist ihre Partei, die sozialdemokratische PT, in einen der größten Bestechungsskandale verwickelt, die das mit Korruption vertraute Land je gesehen hat. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Kabinettsmitglieder, den Parlamentspräsidenten sowie Rousseffs Vorgänger Lula da Silva.

In Rio de Janeiro, wo ab August die Olympischen Sommerspiele ausgetragen werden, wird in manchen Elendsvierteln wieder geschossen. Dabei schienen die Favelas in den Jahren des Wirtschaftsbooms bis 2012 auf gutem Wege zu befriedeten Mittelstandsquartieren zu sein. Wegen möglicher Querschläger rät die Stadtverwaltung nun ausländischen Gästen, die Seilbahnen nicht zu benutzen, die das Zentrum mit den Favelas an Rios Hängen verbinden. Auch weite Bereiche São Paulos sind nach Anbruch der Dunkelheit tabu. Das Elend ist zurück und die Gewalt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.